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N.Bonaparte war größenwahnsinnig!?
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Mephisto
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BeitragVerfasst am: Fr, 15. Juli 2005 15:07 Beitrag speichern    Titel: karl XII. von schweden Antworten mit Zitat

Auch eine interessante Frage:
Hätte Napoleon zumindest in Bezug auf seinen Russlandfeldzug aus den Erfahrungen eines Karl XII. von Schweden ableiten können.
Waren die Voraussetzungen die gleichen?
Waren die Gründe für das jeweilige Scheitern die gleichen?
Wer weiss was???

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Mephisto
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BeitragVerfasst am: Fr, 15. Juli 2005 15:11 Beitrag speichern    Titel: Schmuggel Antworten mit Zitat

Georgina,

Wenn man den regen Schmuggel an der deutschen und niederländischen Küste etc. sowie den Bruch der Versprechen aus Russland betrachtet, dann eben konnte er sich nicht durchsetzen!
Die Kontinentalsperre war ein Misserfolg, oder siehst Du das anders?
Der Wirtschaftskrieg, der England in die Knie zwingen sollte, ist gescheitert.

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Georgina
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BeitragVerfasst am: Fr, 15. Juli 2005 15:18 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sehe es allerdings ein wenig anders.Schmuggel war selbstverständlich, den kann kein Staat abstellen. Russland war kein Satellitenstaat und die Kontinentalsperre hatte England schon schweren Schaden zugefügt. Wenn der Rußlandfeldzug Erfolg gehabt hätte sähe Europa wohl heute anders aus, ob besser oder schlechter kann kein Mensch sagen. Soviel ich weiss hat N den Feldzug Karls XII. genau studiert, aber ich kenne den nicht gut genug um Paralellen ziehen zu können.

Und bitte vergiss nichti, dass der Kontinentalsperre eine Sperre des offenen Meeres durch England vorausging.

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HKDW
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BeitragVerfasst am: Fr, 15. Juli 2005 21:44 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

wenn sich eine Einigung Europas nicht demokratisch durchsetzen läßt, sollte man es sein lassen.
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Mephisto
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BeitragVerfasst am: Sa, 16. Juli 2005 1:28 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Georgina,

Der Schmuggel war außergewöhnlich in seinem Umfang!
Selbst am Pariser Hof wurde geschmuggeltes Gut gezeigt und getragen. Die Kontinentalsperre hat nie richtig funktioniert.
Helgoland und div. Inseln im Mittelmeerraum wurden zu Umschlagplätzen und das zT sogar im Einvernehmen mit der örtlichen Regierung. (Siehe J Presser, Napoleon)

Louis, Bruder Napoleons und König von Holland, soll sich seinen Untertanen / den Eigeninteressen seines neuen Heimat-Landes wohl sehr verbunden gefühlt haben.
Er hat nach Tulard (N - Mythos des Retters) und Presser wohl die Unterdrückung des Schmuggels nicht streng genug verfolgt.
Erst hat ihm der grosse Bruder Teile des Landes abgeschnitten und dann sogar entthront.
Er musste immer grössere Teile dem franz. Kaiserreich einverleiben.
Da konnte er etwas sicherer sein, dass seinen Anordnungen auch Folge geleistet wurde.
Nein, die Satelliten haben auch in den „guten“ Jahren nie ganz so funktioniert,wie N es sich vorgestellt hatte.

Das Russland kein Satellitenstaat war, ist natürlich richtig.
Aber die Strafexpedition hätte später auch Preussen oder den Niederlanden oder Italien gelten können, meinst Du nicht?

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lkw
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BeitragVerfasst am: So, 17. Juli 2005 16:24 Beitrag speichern    Titel: Rußlandfeldzug indiskutabel Antworten mit Zitat

Hallo Freunde des Forums,

es ist wieder Politik in der Luft, sehr schön!

Also, habe bereits in mehreren Beiträgen von mir über den verhängnisvollen 1812 Feldzug geschrieben.

N1 hatte einen gewissen Realitätsverlust zu beklagen.
Eine Seeblockade über den Landweg durchsetzen zu wollen ist absurd. Schon damals verstand Niemand diesen Entschluß des einsamen Wolfes.
Vielleicht spürte N1 auch die totale Niederlage im Verlaufe des Winters 1812. Dies würde seine aufkommende Apathie erklären.

Die Herrschaft über die Weltmeere war gegen England verloren worden. N1 hatte die Kontinentalmacht ohne Frage, aber ohne Seemacht keine Chance auf den Endsieg.

Es ist immer gefährlich, wenn "kleine Männer" in einer Umbruchsphase an die Macht gespült werden.

Sie kennen keine Tradition und ein Halten des Erreichten fällt Ihnen schwer.

Trotzdem sind wir irgendwo gefesselt von diesem "Übermensch"und seiner Epoche.

Vielleicht nur noch von Alexander dem Großen überschattet.
Cool Grüße an alle Bonarpatisten



russ.Tambour 1812.jpg
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die Musik zum Abgang
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russ.Tambour 1812.jpg


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BeitragVerfasst am: Di, 19. Juli 2005 10:50 Beitrag speichern    Titel: Russland Antworten mit Zitat

Hallo, LKW.

Zitat:
Eine Seeblockade über den Landweg durchsetzen zu wollen ist absurd.

Darüber haben Georgina und ich gerade diskutiert.
Ich denke, selbst ein Sieg über Russland hätte die Seeblockade nicht erzwingen können. Es wäre nur ein Land hinzugekommen, dass die Dekrete mit Schmuggel umgeht.
Und das hätte – auf lange Sicht - erneut zum Krieg geführt.
Denn Russland einfach zu annektieren - wie Norddeutschland und die Niederlande -, dafür war es dann wohl doch etwas zu gross.

Bezgl.:
„keine Chance auf den Endsieg.“
“Es ist immer gefährlich, wenn "kleine Männer" in einer Umbruchsphase an die Macht gespült werden.“
Du spielst hier auf den „Gröfaz“ an. Evil or Very Mad
Das wäre die Herausforderung für einen neuen Thread...

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BeitragVerfasst am: Di, 19. Juli 2005 15:52 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Also die "Seeblockade" war doch wohl eher eine Landblockade Wink
Aber die Kontinentalsperre ist an und für sich ein hochinteressantes Thema. Vor allem wenn man bedenkt, dass eine ursprünglich protektionistisch-merkantilistische Maßnahme spätestens seit der Beschießung Kopenhagens durch die Engländer der Grund für so ziemlich alle folgenden Annexionen und Feldzüge von Seiten Napoleons war - und nicht in erster Linie Ruhmsucht und ähnlicher romantischer Blödsinn, das hatte handfeste rationale Gründe u.a. den, dass nach Trafalgar kein anderer Weg mehr offenstand um England in die Knie zu zwingen. Die Folgen allerdings werden sehr unterschiedlich beurteilt: in Europa gab es Gewinner und Verlierer, aber ich will jetzt bei England bleiben und da unterscheiden sich die Ansichten über die Auswirkungen schon sehr voneinander. Das geht von "Misserfolg" über "wenig Auswirkungen" bis zu "der Handel wurde empfindlich getroffen" und zur "great panic" von 1811, die schon sehr an die Wirtschaftskrise von 1929 erinnert.
Also zeitweilig hat sie (in Grenzen) sehr wohl funktioniert die Frage ist in erster Linie wie lange England durchgehalten hätte Question
@HK Rolling Eyes Du rennst da offene Türen ein. Kein Mensch hat je behauptet, dass N die Einigung des Kontinents gewaltlos und demokratisch versucht hätte (das wäre ja wohl damals auch etwas ganz Neues gewesen) aber er war halt zu seiner Zeit wohl nicht davon zu überzeugen, dass er es dann besser hätte bleiben lassen sollen. Gewaltsame und undemokratische Mittel sind bei der Gründung eines Imperiums nun einmal die erste Wahl.
Wenn man England sein "Empire" nicht übelnimmt (ich tue es nicht - eher das Gegenteil) warum es mit Napoleons (kurzem) " empire" anders halten Question
Ihr müsst doch zugeben, dass dies politisch nicht korrekt wäre Cool

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BeitragVerfasst am: Di, 19. Juli 2005 18:18 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Ich versteh dann diesen Jubel um den Einigungsversuchs Napoleons - wenn es denn überhaupt einer war (eher Einverleibung noch größerer Stücke von Land in Französische Kaiserreich) überhaupt nicht.

Die Inder und Paktistani, mit denen ich mich so über das Empire unterhalten habe, sehen das Britische Empire eher auch sehr kritisch.

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BeitragVerfasst am: Di, 19. Juli 2005 20:35 Beitrag speichern    Titel: Getreidelieferungen Antworten mit Zitat

Georgina,

Zitat:
Also zeitweilig hat sie (in Grenzen) sehr wohl funktioniert die Frage ist in erster Linie wie lange England durchgehalten hätte


Ich habe gelesen, dass England in eine Hungersnot geriet, als Napoleon alles Getreide für den Russlandfeldzug aufgekauft hat.
Damit hätte er sie kriegen können, die Engländer, aber 1812 war das Kontinetalsystem sowieso schon nicht mehr high priority.

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BeitragVerfasst am: Di, 19. Juli 2005 20:44 Beitrag speichern    Titel: Staatsraison Antworten mit Zitat

Hallo, HKDW,

Es gibt keinen Jubel, zumindest ich jubele kein Stück. Exclamation
Tatsache ist, dass ich etwas zur Diskussion gestellt habe.
Ich glaube, dass dieser Flickenteppich, den Napoleon da gebastelt hat, genauso und aus ähnlichen gründen auseinandergebrochen ist, wie der des späteres KuK-Reiches: Patriotismus, Nationalismus, etc...
Einige Gründe erscheinen heute verwerflich andere wiederum sicher nicht.

Wie Du richtig bemerkt hast:
Zitat:
wenn sich eine Einigung Europas nicht demokratisch durchsetzen läßt, sollte man es sein lassen.


Die Frage stellt sich nun, ob uns diese Feststellung nicht auch für die EU was zu sagen hat.
Klaro, heute haben wir jede Menge Demokratie.
Klaro wird keiner mit Waffengewalt gezwungen beizutreten.
Frage ist, ob sich an den individuellen Interessen der Staaten etwas geändert.
Sind die Staaten denn heute weniger egoistisch/nationalistisch?
Wenn ja, dann toll!
Wenn nein, dann frage zumindest ich mich und natürlich auch Euch, ob - angesichts des Beispiels Napoleon - das Unterfangen einer Europ. Union – mit den Schwächen der Demokratie als Voraussetzung - nicht schon jetzt zum Scheiteren verurteilt ist.

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BeitragVerfasst am: Di, 19. Juli 2005 20:55 Beitrag speichern    Titel: Brit. Empire Antworten mit Zitat

Nachtrag:

Zitat:
Die Inder und Paktistani, ....., sehen das Britische Empire eher auch sehr kritisch.


Die Engländer, die ich so kenne,
sehen das Britishe Empire eher unkritisch.
Sie sind sogar stolz drauf.
Sagenhaft! Exclamation Exclamation Exclamation

Was mich eher interessiert, ist die Einstellung des gemeinen, landläufigen Hannoveraners.
Ob der den Preussen und Bismarck heute noch grollt? Wink

Gruss
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BeitragVerfasst am: Fr, 22. Juli 2005 9:08 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Also für mich hatte das englische Empire (bei aller berechtigter Kritik) einen eigenen Zauber (via Kipling hauptsächlich-der allein rechtgfertigt schon seine Existenz) und was die Kontinentalsperre betrifft : ich bin jetzt mit Tarles Napoleon fast durch (wir marschieren gerade nach Moskau) und stelle mit Überraschung fest., dass wir unabhängig voneinander die gleiche Ansicht über diese Blockade haben. An sich war und bin ich pro-europäisch und habe ein sehr unterentwickeltes Nationalgefühl aber Prognosen stellen traue ich mir nicht zu- bekanntlich weiss man nur im Nachhinein alles besser.
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BeitragVerfasst am: Sa, 23. Juli 2005 8:25 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Das Empire hat nur einen Glanz aus der Sicht der Regierenden, ich seh keinen Glanz an der Ausbeutung Indiens, ich trau mir hier die Aussagen der Inder und Pakistani gar nicht schreiben - was die alles losgelassen haben - da war ich ziemlich schockiert.
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BeitragVerfasst am: Mo, 25. Juli 2005 9:18 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Selbstverständlich es gibt große Schattenseiten, ich würde sagen beides trifft zu: der Glanz und die Kehrseite der Medaille. Man muss eben mit verschiedenen Aspekten und widersprüchliche Wahrheiten gleichzeitig leben können.
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