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Französische Nationalgarde 1814
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Temujin
Fourrier
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Anmeldedatum: 31.03.2005
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BeitragVerfasst am: So, 19. März 2006 22:26 Beitrag speichern    Titel: Französische Nationalgarde 1814 Antworten mit Zitat

bin zufällig auf eine interessante Textpassage gestossen:

Zitat:
6th. (To General Clarke.) You told me that the artillery had a great number of pikes: have them served out to the national guards who are collecting near Paris. They will serve for the third rank. Have regulations printed on how to handle them. Send pikes to the departments also; they are better than pitchforks, and in any case they are short even of pitchforks in the cities.


gefunden hier: http://napoleonic-literature.com/Book_22/1814.htm


Ich kenn mich da nicht so ganz aus, ist die Nationalgarde mit der Landwehr zu vergleichen? und war Frankreich 1814 wirklich so arm drann dass sie Soldaten mit Piken bewaffneten?
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jebulon
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BeitragVerfasst am: Mo, 20. März 2006 0:54 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
ist die Nationalgarde mit der Landwehr zu vergleichen?


oui.

Zitat:
war Frankreich 1814 wirklich so arm drann dass sie Soldaten mit Piken bewaffneten?


oui.
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Temujin
Fourrier
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Anmeldedatum: 31.03.2005
Beiträge: 78
Wohnort: Württemberg

BeitragVerfasst am: Mo, 20. März 2006 23:05 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

und haben sie damit auch an Schlachten teilgenommen? Wie gross war die Nationalgarde?
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Uwe Wild
Caporal
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BeitragVerfasst am: Mi, 12. April 2006 12:35 Beitrag speichern    Titel: Nationalgarde Antworten mit Zitat

Die Uniformierung und Bewaffnung bei der Nationalgarde ist die gleiche wie bei der Linieninfanterie. Der Unterschied sind die weißen Knöpfe und Bleche, wo die Linie gelbe trägt.

Die Nationalgarde war in Kohorten strukturiert, etwas größer als ein Bataillon. Hat hier jemand evtl. noch genauere Daten?

Ansonsten würd ich sagen, das klingt eher nach einem "Last stand".
Letzte Reserven zur Verteidigung von Paris oder so?

Gruß
Uwe

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Uwe
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Temujin
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BeitragVerfasst am: Mi, 12. April 2006 20:01 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

aha, also wenn die Bewaffnung die selbe war wie bei der Linie dann war die Bewaffnung mit Piken also nur temporär so wie bei den Preussen? hast du auch Zahlen zur Gesamtstärke der Nationalgarde? Ich glaube die Nationalgarde existierte ja schon zur Zeit der Revolution und die Garde Imperiale hatte ja auch ein Regiment Garde Nationale in der Jungen Garde.
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Musketenknecht
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BeitragVerfasst am: Do, 13. April 2006 12:06 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo !

So weit ich mich erinnere, hat Napoleon nach den Verlusten, die die Einheiten der Garde im Österreich-Feldzug erlitten hatten, die Aufstellung "neuer Garde"-Einheiten befohlen.

Man hatte u.a. festgestellt, daß viele wehrfähige Männer in die regionalen Einheiten der "National-Garde" eingetreten waren. Wohl um dadurch der Einziehung in die regulären Kampfverbände für einige Zeit zu entgehen.

Auf Napoleons Befehl wurden dann die Kommandeure der Einheiten der Nationalgarde verpflichtet, eine festgelegte Zahl von "Freiwilligen" aus ihren Einheiten für eine mögliche Verwendung in dem neu aufzustellenden
Regiment Garde Nationale vorzuschlagen.

Dabei gab es aber Mindestvoraussetzungen (z.B. guter Leumund, Lesen + Schreiben, körperliche Mindestgrösse etc.), die diese Anwärter erfüllen mußten.
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Laquay André
Sergent-Major
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BeitragVerfasst am: Do, 13. April 2006 12:22 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Selbst in ansonsten ganz guter Literatur werden beispielsweise das Regiment Garde Francais 1789 mit der Nationalgarde verwechselt. Meínes Wissens setzte sich die Nationalgarde anfangs aus der begüterten Schicht der Bev., welche selber für die gesamte Montur aufkamen. Deswegen wurden auch ganz enorme Abweichungen vom Reglement geduldet. Insbesondere bei der Bewaffnung (Säbel auch bei Füselieren), aber auch der Frisur (Haare mit Seitenlocken selbst bei Mannschaften) traten große Unterschiede zum Reglement auf. Weil Uniformen im Zivilen zu tragen mit der Zeit aber derart Überhand nahm, gab es um 1791 Verbote für das Tragen von Uniformen durch Nicht-Militärpersonen und eine einheitliche Festlegung für die Uniform der Nationalgarde von Paris zum Beispiel.
Ich kenne Stiche, auf denen Veteranen der Nationalgarde Piken tragen.

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Joerg
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BeitragVerfasst am: Do, 13. April 2006 15:33 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Hallöchen,
so aus dem Kopf, genauere Daten momentan nicht greifbar:
Nationalgarde war, wie Uwe anführt, eine Art "Heimatschutzheer", ausgerüstet und uniformiert vergleichbar mit der Linie.
Im Frühjahr 1813 wurden massenhaft Nationalgarde-Kohorten in Linienregimenter verwandelt und nach Deutschland ins Verderben geschickt.
Von der Sache her also nix mit Last Stand und eher mit den Preuß.Reserve-regimentern verbleichbar, wenngleich wohl besser uniformiert und ausgerüstet.

Gruß
Jörg

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Joerg
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BeitragVerfasst am: Fr, 14. April 2006 9:32 Beitrag speichern    Titel: Genauere Daten Antworten mit Zitat

Also, so gerne, wie´s mir leid tut - drei Versuche, den Artikel aus einer "zinnfiguren" der 80er Jahre hier einzustellen, sind gescheitert. Danach war die Nationalgarde tatsächlich eine Art Landwehr, wenngleich viel besser bewaffnet.
Vielleicht später noch mal. Question

Jörg

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Uwe Wild
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BeitragVerfasst am: So, 16. April 2006 11:13 Beitrag speichern    Titel: Bilder dazu Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

hier hab ich mal ein Bild der "offiziellen" Nationalgarde. Wir sprechen hier von den "regulären" Landesschutzeinheiten.

Allerdings, wie Jörg schon sagt, noch keine "Last-Stand"-Einheiten.
Diese Nationalkohorten haben 1813 in Deutschland und auch in Spanien gekämpft.



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Uwe
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Uwe Wild
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BeitragVerfasst am: So, 16. April 2006 11:14 Beitrag speichern    Titel: Und noch einer Antworten mit Zitat

Diese Abbildung hier spricht vermutlich eher für das letzte Aufgebot.
In 1814 wurde alles mobilisiert, was noch eine Waffe halten konnte.

Übrigens hat Peter Schuchhart auch zwei schöne Tafeln für Nationalgarden herausgebracht.

Viele Grüße
Uwe



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mbberlin
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BeitragVerfasst am: So, 16. April 2006 12:45 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Bedeutet das, dass "la vieille garde" zum Schluss ein bunt gemischter Haufen aus verschiedenen Einheiten war? Also auch "Nichtgardisten", Etappenleute, bzw. sogar "treue" Zivilisten, die sich zu letzt noch mehr oder wenig freiwillig gemeldet haben? Oder wie kommen sonst die unterschiedlichen Uniformen zu Stande?
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Kamp
Soldat
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Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: Di, 18. April 2006 10:39 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Die Einheiten der französischen Nationalgarde wurden anfangs als paramilitärische Einheiten berufen, die der Linienregimenten Hilfe leisten sollten, bei Tätigkeiten wie: Überwachung der Transporte, Wachdienste, usw. Napoleon betrachtete sie auch als Reserve der Linieneinheiten. Die meisten von ihnen entstanden in den Jahren 1805-1806 in den nord - westlichen Departaments, was den Abzug den Linienregimenten aus diesen Regionen ermöglichte.
Im Frühling 1812, während der Vorbereitung des Rußlandfeldzuges, wurden 88 Kohorten der Nationalgarde berufen (geplant waren ursprünglich 100) – je 6 Kompanien mit ca. 140 Leuten. Als Befehlshaber wurden überwiegend pensionierte Offiziere eingesetzt.
Am 11.Januar 1813 (Senatsbeschluß) wurde die Nationalgarde in Linieninfanterie umfunktioniert – so entstanden die 135-156.Linieninfanterie Regimente.
Am 01.Januar 1810 wurden 2 Bataillone (nicht, wie ursprünglich von Napoleon geplant, vier-siehe Zitat) der Natonalgarde in die kaiserliche Garde aufgenommen.

In the first decree, dated from the palace of Tuileries, January 1, 1810, it was stated:

“The Emperor, wanting to give a proof of satisfaction to the National Guards of the Departments of North, commands that a regiment of four battalions will be added to the regiments of infantry of the Guard, that will be composed men of goodwill, drawn from the companies of National Guards who contributed to the defense of the coasts from Flanders and the English Channel; each battalion will be composed of four companies organized and treated just like the tirailleurs of the Young Guard.”

This regiment accepted the denomination of Regiment of the National Guards of the Guard, and was organized in Lille. (St.-Hilaire – „Garde Imperiale“)


In den Jahren 1810-1813 wurde das Regiment in Spanien eingesetzt.
Am 15.Februar 1813 wurde das Regiment in das 7.Voltigeurregiment der Jungen Garde umbenannt.
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Joerg
Sergent
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BeitragVerfasst am: Di, 20. Juni 2006 9:55 Beitrag speichern    Titel: Später Nachtrag zur Nationalgarde Antworten mit Zitat

Nach der kaiserlichen Verordnung vom 3ten Januar sollte Paris 12 Legionen oder 48 Bataillons Nationalgarde stellen und bewaffnen und diese zusammen mindestens 30 000 Mann stark sein. Hiervon hatten bis zum 29sten März kaum 11 000 bewaffnet werden können und 4 000 Mann waren es noch nicht, als bereits vor den Thoren gefochten wurde und die Nationalgarde schon auf den Sammelplätzen aufgestellt stand. Man bot ihnen zuletzt Piken an; diese aber wiesen sie standhaft zurück. Ihre Bekleidung war nur sehr unvollkommen und theilweis gar nicht zu Stande gebracht, was indeß für den wirklichen Kampf weniger zubedeuten hatte.

(Richter, Deutsche Freiheitskriege, Bd.3, S.415)

Gruß
Jörg

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BeitragVerfasst am: Mi, 21. Juni 2006 22:06 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

schön dass das thema noch was hergibt....

ich habe auch noch was gelesen von gardes d'honneur, aber nicht die der kaisergarde sondern eine art provinziale miliz wie es mir scheint. weiss jemand mehr? gibt es ansonsten noch nennenswerte einheiten die 1814 neu aufgestellt worden sind?
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