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Mephisto
Chef de Bataillon
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Anmeldedatum: 12.07.2005
Beiträge: 1030
Wohnort: Bremen

BeitragVerfasst am: Fr, 12. August 2005 15:33 Beitrag speichern    Titel: Englischer link Antworten mit Zitat

Mörser,

Sorry, der Artikel ist in Englisch verfasst
Bei Bedarf und Interesse übersetze ich Dir den Artikel gerne.
WochenENDLICHer Gruss
Mephisto
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Mörser
Soldat
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Anmeldedatum: 08.08.2005
Beiträge: 17
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: Fr, 12. August 2005 18:37 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Mephisto (toller Link),

ich bin aus Sachsen, das klingt beinahe genau so Wink wie english.
Habe somit keine Probleme damit Cool

Mörser
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Gunter
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Anmeldedatum: 11.03.2004
Beiträge: 487

BeitragVerfasst am: Sa, 13. August 2005 22:24 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mörser,
es ist eigentlich unwahrscheinlich, daß bei einer Feldschlacht wie Leipzig solche Festungs- und Belagerungsteile benutzt wurden, ABER: von den Gefechten im Norden von Leipzig ist bekannt, daß schwerere Kanonen als normal im Feld üblich benutzt wurden, die dort wohl behelfsmäßig zum Einsatz kamen und von Marinekanonieren bedient wurden (laut Vogel).
Kann es bei den Mörsergranaten nicht sein, daß ein französischer Belagerungspark sie dort "entsorgt" hat? Vielleicht ist das Teil auch älter.

Grüße,

Gunter
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Mephisto
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Anmeldedatum: 12.07.2005
Beiträge: 1030
Wohnort: Bremen

BeitragVerfasst am: So, 14. August 2005 1:36 Beitrag speichern    Titel: Entsorgung Antworten mit Zitat

Zitat:
von den Gefechten im Norden von Leipzig ist bekannt, daß schwerere Kanonen als normal im Feld üblich benutzt wurden, die dort wohl behelfsmäßig zum Einsatz kamen und von Marinekanonieren bedient wurden (laut Vogel).


Gunter,

Das ist sehr interessant!
Hat sich Vogel detailliert geäussert?
Waren da auch 10" oder 12" dabei?
Wäre wirklich der Hammer!

Marmonts 4 Marine-Infantrieregimenter waren allerdings im Norden.
Die Garde und die Artillerie sammelten sich am 16.10. am Galgenberg, wo ja auch Drouot die grosse Batterie auffahren lies.
(Zur Garde-Art.-Reserve gehörten übrigens auch 3 Komp. Seemänner lt. Chandler
Ob die aber auch dort waren???)

Der einfachen "Entsorgung" durch die Franzosen steht also in beiden Fällen der Fundort entgegen, oder?!
Der Fundort ist - soweit ich das verstanden habe - bei Güldengossa.
Dort war doch höchstens Zielgebiet der Franz. Artillerie, oder?!
Dafür würde auch die Reichweite dieser Geschütze sprechen (siehe Link).

Darüber hinaus sind die Splitter, die ebenfalls dort gefunden worden sind (plus normale Rundkugeln (6Pfünder)) ebenfalls ein Indiz - wenn auch kein Beweis Sad - für eine "Treffer-/Zielzone".

Ob die Teile älteren Datums sein können, kann ich nicht beurteilen.

_________________
Gruss
Mephisto

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lkw
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Beiträge: 419
Wohnort: Frankfurt

BeitragVerfasst am: So, 14. August 2005 19:09 Beitrag speichern    Titel: Archäologie Antworten mit Zitat

Kameraden,

ein weiterer Hinweis für Eure allumfassende, ganzheitliche Kompetenz:
auch noch achäologisch auf Spurensuche: Ihr habts drauf...

Hochachtungsvoll lkw Cool
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Gunter
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Anmeldedatum: 11.03.2004
Beiträge: 487

BeitragVerfasst am: So, 14. August 2005 19:53 Beitrag speichern    Titel: Re: Entsorgung Antworten mit Zitat

Mephisto,

Vogel berichtet ausdrücklich von 8-Pfündern und von schwereren Geschützen als 12-Pfündern (S. 204-205). Von Haubitzen oder Mörsern ist keine Rede. Die Marineartilleristen waren eigentlich als Infanterie eingesetzt, aber im Norden sollen ein paar von ihnen in der Defensivstellung diese außergewöhnlichen Geschütze bedient haben. Interessanterweise wurde uns auf der Tagung in Markleeberg eine Kugel vom nördlichen Schlachtfeld präsentiert, die Alfred Umhey als 8-pfündige identifizierte. Es scheint also was dran zu sein. Ich nehme mal an, daß diese Geschütze aus einem Belagerungs- oder Reserve-Park bzw. aus Arsenalbeständen stammten, die irgendwie mitgenommen wurden.

Die Sache mit den Matrosen scheint so zu sein, daß ein Teil vielleicht mithalf Möckern auszubauen, aber gekämpft haben die dort nicht mit. Oftmals werden ja die Gardematrosen mit den Marineartilleristen verwechselt.

>Der einfachen "Entsorgung" durch die Franzosen steht also in beiden Fällen der Fundort entgegen, oder?!<

Warum? Dort kann doch der Park durchgezogen sein. Schließlich haben die auch normale Feldgeschütze bei Leipzig vernichtet und versteckt, die dann erst im vorigen Jahrhundert gefunden wurden.
Die Frage ist, ob sich Mörser für die Franzosen damals überhaupt aus schriftlichen Quellen nachweisen lassen und welchen Urprungs die Bombe überhaupt ist. Ist eigentlich sicher, daß die Splitter von genau so einem großen Geschoss stammen und nicht etwa von einer Haubitzgranate?
Natürlich kann es seinm, daß man auch im Süden zu Verteidigungszwecken Teile von Belagerungsparks benutzte. Um diese Vermutung zu bestätigen braucht man aber noch mehr Hinweise, wie z.B. für die 8-Pfünder.

Grüße,

Gunter
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Gunter
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Beiträge: 487

BeitragVerfasst am: So, 14. August 2005 20:01 Beitrag speichern    Titel: Re: Archäologie Antworten mit Zitat

Gleich noch ein Hinweis, das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig hat einen Mörser, vermutlich aus dem 18. Jh. mit dem Kaliber 29 cm, der aussieht als wäre er ein Schlachtfeldfund! Im Katalog ist er unter der Inventar.-Nr. MI/130/2003 aufgeführt und abgebildet.
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Mephisto
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Beiträge: 1030
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BeitragVerfasst am: So, 14. August 2005 21:06 Beitrag speichern    Titel: Herkunft Antworten mit Zitat

@ Gunter,

Deine Ausführungen sind nachvollziehbar.
Wie gesagt:
Zitat:
Solange wir keinen Beleg für den Einsatz dieser Mörser vor Leipzig haben, befinden wir uns natürlich im Bereich der Spekulation.

Ein eindeutiges "ja" oder "nein" zum Einsatz dieser Mörser vor Ort würde ungemein helfen.
Der Hinweis auf einen Mörser der Stadt Leipzig aus dem 18.Jh. ist interessant und gibt Anlass für weitere Spekulationen.
Leider habe ich keine Fach-Literatur zu diesen oder anderen Mörsern der Epoche.
Habe den Schreiber des obengenannten links der napoleon-series bereits versucht zu kontaktieren. Leider ist die emailadresse unbrauchbar.
Kann uns hier sonst jemand im Forum helfen?

@ Mörser
Wieso kommst Du darauf, dass die Splitter den baugleichen Kugeln/Granaten entstammen? Stärke der Wandung, äusser Form...?

_________________
Gruss
Mephisto

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Mörser
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BeitragVerfasst am: Mi, 17. August 2005 18:51 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

der Radius und die Wandstärke der Kugel und der Splitter sind gleich! Daher kann man davon ausgehen, das so eine Kugel auch dort explodiert ist. Die Kugelstücke lagen genau nebeneinander. Für ein Haubitzgeschoss sind die Stücke wohl zu groß.
Im Umkreis habe ich auch weitere (etliche) Kugelstücken gefunden, welche allerdings eine dünnere Wandung haben (ca. 2cm).
Vor- oder nach 1813 war meines Wissens nach dort kein Schlachtfeld, auch kein Übungsfeld - wenn man von den "Kriegsspielen" der Kampftruppen der DDR und deren Hülsenhinterlassenschaften (7,62mm) mal absieht....
Die dünnwandigen Kugelstücke (neben weiteren 6-Pfündern) waren übrigens auch im Norden von Leipzig zu finden. Als dort eine neue Straße über ein Schlachtfeld gebaut wurde, konnte ich diese bergen. Vorher hatten natürlich Archäologen dort gearbeitet. Diese haben unter Anderem Pferde etc. ausgebuddelt. In einem steckte noch eine 6-Pfünder, ich hab´s gesehen! Weitere Mühe, zum Beispiel nach kleineren Artefakten zu suchen, haben die sich nicht gemacht. An der Stelle im Norden fanden Artillerieduelle zwischen den Preussen (8. Hünerbein) und den Franzosen (22. Friedrichs) statt. Russen haben da wohl auch noch reinbombardiert, erst mal fatalerweise Shocked auf die Preussen.

Noch mal zum großen Kugelfund bei Güldengossa: Ich bin eigentlich überzeugt, daß die Kugel wärend der Kriegshandlungen vom 16.10. dort geblieben ist. Insbesondere bin ich von den Reichweiten der Mörsergeschütze beeindruckt! Sicherlich wurde sie unter Drouot abgefeuert.

Mörser
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Gunter
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BeitragVerfasst am: Do, 18. August 2005 9:59 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mörser,

...Diese haben unter Anderem Pferde etc. ausgebuddelt. In einem steckte noch eine 6-Pfünder, ich hab´s gesehen!

Auf der Tagung wurde genau von so einer Sache berichtet, kann das dieselbe Kugel gewesen sein? Wie gesagt, Alfred Umhey meinte, es wäre ein 8-pdr gewesen.

Frag doch einfach mal beim Museum nach, wo der Mörser gefunden wurde, dann hast du vielleicht auch gleich die Waffe zu deiner Bombe.

Grüße,

Gunter
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Mörser
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BeitragVerfasst am: Do, 18. August 2005 10:30 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

...also in dem Pferd hat wohl eine 6-Pfünder Vollkugel gesteckt. Gut, die war ziemlich verkrustet, vielleicht war´s ja doch ´ne 8-Pfünder.
Übrigens, im leipziger Norden habe ich auch eine 9-Pfünder (Vollkugel) gefunden. Gab´s die überhaupt oder ist das eine "zu schwer gewordene" 8-Pfünder?
Die könnte russischen oder französischen Ursprungs sein - vom Fundpunkt her. Es war die äußerste linke Flanke der Alliierten (15. Koniloff gegen 9. D´Elmas).

Mörser
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Gunter
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Beiträge: 487

BeitragVerfasst am: Do, 18. August 2005 12:57 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Taufrisch war die Kugel nicht mehr.

>Übrigens, im leipziger Norden habe ich auch eine 9-Pfünder (Vollkugel) gefunden. Gab´s die überhaupt oder ist das eine "zu schwer gewordene" 8-Pfünder?

Das mit dem 9-pdr ist eher unwahrscheinlich, zumindest kenne ich keine schriftlichen Agaben zu deren Gebrauch außerhalb der britischen Armee und die hatte nur die eine Raketenbatterie bei Leipzig. Vielleicht vernachlässigt man einfach mal das Gewicht und nimmt nur den Durchmesser um das Kaliber zu bestimmen, denn wer weiß was die für Zeug beim Guß mit reingemischt haben.
Die Russen hatten sicher keine 9-pdr, allerhöchstens benutzten die Franzosen 8-pdr bei Leipzig. Allein das nachzuweisen ist auch schon sehr wertvoll, weil das Kaliber für die Zeit und den Ort ungewöhnlich ist.
Noch was anderes: Ich habe mich schon gefragt, ob nicht in den Batterien ganz andere Geschütze geführt wurden, als in den Akten aufgeführt sind. Leider erscheint das nicht sinnvoll, da ja nach oben die Kaliber klar sein mußten, für die Nachschub angefordert wurde. Daher wird es wohl so gewesen sein, daß abweichende Kaliber nur in den Reserveparks und Arsenalbeständen vorhanden waren, wie auch immer die dorthin kamen.
Aus dem Rahmen fällt allerdings die Feststellung, daß Senarmont 1807 eine ganze Menge 3-pdr Munition hatte, aber kein einziges Geschütz dieses Kalibers vorhanden war.

Grüße,

Gunter
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HKDW
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BeitragVerfasst am: Do, 18. August 2005 22:07 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Wie klassifiziert iher die Pfünder? Damals hatte doch fast jedes Land ein anderes Pfund, dazu noch das Problem dass die Österreicher die Kugeln nach dem Nürnberger Pfund berrechneten??
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Hony soit qui mal y pense
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BeitragVerfasst am: Do, 18. August 2005 23:30 Beitrag speichern    Titel: Französischer Artillerieeinsatz am 16.10. Antworten mit Zitat

Ich habe im Werk Grands Artilleurs. Drouot - Senarmont - Éblé von Maurice Girod de l'Ain, erschienen 1895, einen kurzen Hinweis bzgl. des Artillerieeinsatzes am 16. Oktober 1813 gefunden:

Zitat:
A midi, Napoléon prend l'offensive. Lauriston, soutenu par deux divisions de la Jeune Garde, suivi de deux autres divisions de la Jeune Garde sous Oudinot, s'avance au delà de Wachau. Entre ces deux colonnes, Drouot vient établir une batterie de 80 pièces tirées de la réserve d'artillerie de la Garde. Gorchakov et le prince Eugène de Wurtemberg sont rejetés sur Gulden-Gossa. Une charge de cuirassiers russes n'arrete pas notre élan.


Drouot hat sich also aus dem Reserveartilleriepark - nur der Garde? - bedient ... und jetzt müsste man halt genau wissen, wie dieser bestückt war.

Im Aster Die Gefechte und Schlachten bei Leipzig im October 1813 (1. Band, erschienen 1852), findet sich zum Einsatz der Reserveartillerie unter Drouot:

Zitat:
Drouot's Reserveartillerie (angeblich 100 Stück) fuhr jetzt in der Mitte des Schlachtfeldes in die Intervallen der schon daselbst stehenden französischen Batterieen, ersetzte die demontirten Geschütze und entwickelte eine unausgesetzte Thätigkeit. Dessenungeachtet blieb ihr die russische und preußische Artillerie nichts schuldig, daher ein solcher Geschützkampf entstand, daß die Luft erzitterte, der Boden erbebte und nur ein fortdauerndes Zischen und Saufen vernommen ward, welches die Luft durchfurchenden Geschosse erzeugten. Ein alter sächsischer Officier (Anmerkung Asters: Der Oberst Eckhardt von der sächsischen Reitergarde), der von 1807 an fast allen Schlachten und Gefechten beigewohnt hatte, sagt darüber in seinem hinterlassenen Tagebuch: "Dieses Artilleriefeuer wurde so anhaltend, daß man keine Pause darin vernahm und einzelne Schüsse gar nicht mehr unterschieden werden konnten, sondern das Feuer ganzer Batterieen wie Bataillonsfeuer zusammenschlug." Französischen Angaben zufolge [MS: welche?] verschoß die französische Artillerie vom 16. bis mit dem 19. October 250.000 Schuß, die Oesterreicher nach authentischen Angaben gegen 50.000 Patronen.


Leider findet sich im ausführlichen Band der offiziellen österreichischen Geschichte der Schlacht von Leipzig (hrsg. vom Kriegsarchiv) keine Hinweise auf die Beschaffenheit der großen Batterie.

Wenn "Mörser" einverstanden ist würde ich eine detaillierte Frage hinsichtlich der Drouot'schen Batterie im Partnerforum von Napoleon Series veröffentlichen - mit Link auf diesen Thread bzw. das Bild ... aber wie gesagt, erst mit Einverständnis.

Schöne Grüße
Markus Stein
P.S. diese diffizilen Themen machen richtig Spaß Confused
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Gunter
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BeitragVerfasst am: Fr, 19. August 2005 10:19 Beitrag speichern    Titel: Re: Französischer Artillerieeinsatz am 16.10. Antworten mit Zitat

Markus,
Vorsicht, Reserveartillerie und Park sind nicht dasselbe. Reserveartillerie ist in der Regel eine Anzahl Batterien, die meist auf Korpsebene, seltener auf Armeeebene beigegeben war. An Geschützen wurden vor allem 12-pdr verwendet und je nach Zeitpunkt auch leichtere Geschütze bedient von Fuß- oder berittenen Kanonieren. Der Park dagegen beinhaltete vor allem Munitionswagen, Reservegeschütze und dergleichen, ist also selbst keine Gefechtseinheit. Daneben gab es noch Belagerungsparks mit schweren Kanonen und Mörsern. Grundsätzlich wäre es jetzt wichtig, ob 1813 überhaupt wieder ein Belagerungspark mitgeführt wurde und wenn ja welche Kaliber vorhanden waren. Ein Ansatz könnte sein, welche Geschütze von den Alliierten erobert wurden.
Leider werden diese Dinge auch in OdBs oft durcheinandergeworfen. Es scheint auch, daß der Park oft der Reserveartillerie unterstellt war, aber beide haben unterschiedliche Funktionen.
Interessant ist in dem Zusammenhang auch wer eigentlich was befehligte. Der Korpsartilleriekommandeur ist keineswegs automatisch auch der der Reserartillerie des Korps gewesen. Für die Sachsen habe ich mich mal mit 1812 beschäftigt und herausgefunden, daß es getrennte Kommandeure gab, die beim VII. Korps allerdings genau denselben Namen trugen. Übrigens sollen von mir in absehbarer Zeit in der "Sächsischen Biografie" einige Artikel über die Artilleristen der Familie Rouvroy erscheinen (www.isgv.de).

Grüße,

Gunter
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