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N.Bonaparte war größenwahnsinnig!?
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Mephisto
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BeitragVerfasst am: Do, 28. Juli 2005 21:29 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Absolutes Kopfnicken von mir zu den Ausführungen von HKDW.

Europäische Union: Das Allheilmittel für sämtliche Weh-Wehchen, die den durchschnittlichen Mitteleuropäer so plagen.
Jetzt soll es uns auch noch vor dem Terrorismus schützen.
Welches Problem von Bedeutung hat die EU denn bisher gelöst – abgesehen von wirtschaftlichen, die aber durchaus auch im Rahmen der E(W)G geöst hätten werden können?
Grösser werden - die Ziele höher stecken – blablabla
„Wer ewig strebend sich bemüht…“
Aber Goethe sagt eben auch: „Das WAS bedenke, doch mehr bedenke WIE!“
Die zu schnelle Vergrösserung einer Organisation wie der EU ist nmE einfach Unsinn.
Es geht nicht nur um die Türkei. Es geht auch um die Osterweiterung.
Und EU nun als Rettungsinstrument gegen den Terrorismus zu deklarieren ist nur eine von vielen Augenwischereien.

„Nein“ dazu sagen, dürfen wir nicht.
Weil wir alle so dumm und die Politiker ja so ungemein unterrichtet sind.
Nur nicht umdenken! Bloss kein Referendum zulassen in unserer Verfassung - das Gespenst der „Tagespolitik“ geht ja immer noch und immer wieder um!
Natürlich weiss hierzulande kaum einer, was im einzelnen in der EU-Verfassung so steht. Aber wozu sich auch darüber unterrichten, wenn es nicht zur Abstimmung steht?!

_________________
Gruss
Mephisto

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lkw
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BeitragVerfasst am: Do, 28. Juli 2005 22:39 Beitrag speichern    Titel: Ja schon, aber Antworten mit Zitat

Logo, ist eine Abstimmung blöd, die, die Bevölkerung nicht einmal in das Vorhaben einweist. Trotzdem ging es in der Verfassung eigentlich auch um mehr Rechte für das Parlament. Naja auf jeden Fall hat es mir ersteinmal leid getan um das Ergebnis, aber es könnte auch ein wirklicher Neuanfang sein.

Also, habe heute einen Bericht in der Financial Times Deutschland gelesen, der von mir sein könnte:

Mehr Licht für den Islam von Thomas Klau:

Dass heute in Europa aufgewachsene Muslime in einem reaktionär ausgelegten islamischen Recht das Fundament einer idealen Gesellschaftsordnung sehen, ist eine Perversion des Denkens. Sie muss so energisch bekämpft werden wie anderes aggressiv extremistisches Gedankengut. Ja zum Wertepatriotismus. Wir haben jahrzehntelang tatenlos zugesehen, wie die Propagandisten dieser prämodernen Rechtsunkultur mitten unter uns ihr Unwesen treiben. Wir haben uns der bequemen Illusion der multikulterellen Idylle hingegeben, ohne erkennen zu wollen, daß Vielfalt der Kulturen in einem Staat nur dann tragbar ist, wenn sie einhergeht mit der Verpflichtung auf einem gemeinsamen Werte, Ein Balanceakt, den Staaten wie die USA und Kanada mit ihrer langen Erfahrung mit Zuwanderern meisterlich verstehen.
Wir brauche ein Bekenntnis von jedem Neubürger zu unseren Werten, damit er ein vollwertiges Mitglied unseres Gemeinwesen werden kann.
Denn das ist eine der Lehren der Selbstmordattentate in Londen: das bequeme Toleranzmodell, das jede Gruppierung im Namen von Rede- und Religionsfreiheit nach ihrer Facon und Weltanschauung selig erden ließ, ist auf furchtbare Weise gescheitert. Wie die anderen Religionen darf auch der Islam nicht im Verborgenen blühen: Die Predigten der Imame müßen von Staat und Öffentlichkeit beobachtet werden dürfen. Die Zeitungen müßen davon berichten, wenn zum Hass aufgerufen wird. Der Islam gehört heute nach Europa, doch wir brauchen einen europäischen Islam und keinen der extremistischen Propagandisten Asyl und Unterschlupf bietet. Es wäre indessen ebenso unklug wie falsch, die Terrorbereitschaft einer kleinen Minderheit junger Muslime als spezifilsch islamisches Phänomen zu deuten. Terrorismus ist eine in Europa tief verwurzelte Tradition, die es in der einen oder anderen Form seit Jahrunderten gibt: Anarchisten warfen 1893 Bomben in die voll besetzte Oper von Barcelona, desweiteren ETA und IRA. Es müßen die staatlichen Kontrollorgane gestärkt und ausgebaut werden, z.B auch Abhören und Lesen von E-mails im Voraus. e.t.c.pp

Ja, und so ähnlich dachte ich vor 3 Tagen und schrieb es Euch sofort,

Also Leute raus aus der Kuschelecke und dem Feinde ins Auge geblickt Mad
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Mephisto
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BeitragVerfasst am: Fr, 29. Juli 2005 9:41 Beitrag speichern    Titel: Wertepatriotismus Antworten mit Zitat

Moin, LKW,

Mit dem Inhalt des Artikels gehe ich weitesgehend konform.
Dass die EU aber in der Lage ist/sein wird, dies als eine Organisation zu ändern, bezweifel ich grundsätzlich.
Eine Kette ist auch nur immer so stark wie sein schächstes Glied.

“Wertepatriotismus”, das Wort kannte ich noch nicht. Danke.

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Gruss
Mephisto

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Georgina
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BeitragVerfasst am: Mo, 1. August 2005 13:57 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Schade, dass es keine europaweite Abstimmung gegeben hat. Und die Erweiterung muss ja wirklich nicht von heute auf morgen stattfinden, sollte die Türkei dazu kommmen dauert es ja auch noch 10 Jahre wenn alles glatt geht.
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Das Beste, was wir von der Geschichte haben, ist der Enthusiasmus, den sie erregt.
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Barclay de Tolly
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BeitragVerfasst am: Fr, 5. August 2005 20:41 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Wow, vom Größenwahnsinn zum EU - Beitritt der Türkei.

Kurz zu König Karl XII. von Schweden:
Napoleon studierte im Detail nicht nur den Feldzug des als genial geltenden Schwedenkönigs, sondern auch den Krieg mit Polen-Litauen 1609-1618. 1612 stand der Feind in Moskau, 1812 war also ein Jubiläum.

Napoleon vermied die Fehler Karls XII:
Der Kaiser schwenkte nicht nach Süden sondern marschierte direkt auf Moskau. Leider hätte das schon Karl XII nichts genützt, weil Zar und erster Imperator Peter der Große Sankt Petersburg zum zweiten Regierungssitz ausbaute.
Der Kaiser behielt seine Artillerie gut im Auge, denn sie war lebenswichtig.
Peter dem Großen war es gelungen vor der Entscheidungsschlacht bei Poltava den Schweden ihre Kanonen abzunehmen, so was ist sehr, sehr nachteilig für eine Feldschlacht. Pioniere (Eblé!!) und Artillerie (Garde und württ. beritt. Art) retteten die Trümmer der Grande Armée an der Beresina.

Es ist politisch hoch unkorrekt Laughing das britische Empire zu romantisieren, insbesondere mit Verweis auf Rudyard Kipling, denn dieser schuf den Begriff vom "white man's burden" - die Bürde des weißen Mannes den kulturell etc unterlegenen Völkern das Glück der britischen Zivilisation aufzunötigen. Sollte ich in einer Prüfung (in Kanada) mit dem Kolonialismusbegriff unkritisch umgehen, wird man mich einen Rassisten heißen ... (und dafür nicht loben)

Natürlich war der Kaiser nicht größenwahnsinnig und schon gar kein Diktator, er wollte nur eine klassische Tyrannis errichten, und wer etwas anderes behauptet, werde füsiliert Rolling Eyes er hat nur ein klein wenig den Blick für das Machbare verloren.

Ich bin sehr für einen türkischen EU-Beitritt, das ist schließlich ASIA MINOR und ich sehe nicht im geringsten ein diese alte Kulturlandschaft und darüber hinaus die ausgesprochen schlagkräftige türkische Armee der anderen Seite zu überlassen. Dafür hat die Deutsche Bank da zu viele Leos und Tornados verkauft.
Aber gut, meine Meinung mag da ein wenig vom Denken in größeren Zeiträumen und bewaffneten Konfliktformen geprägt sein ...
Razz
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Mephisto
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BeitragVerfasst am: Sa, 6. August 2005 0:45 Beitrag speichern    Titel: Tornados und Leos Antworten mit Zitat

Hallo, Barclay

Deine Ausführungen zu Karl XII waren sehr interessant. Exclamation

Deinen Ausführungen bzgl. der EU-Erweiterung darf ich Dir als unmündiger EU-Bürger nur hier im Forum (aber leider nicht an der Wahlurne Crying or Very sad ) widersprechen.


Zitat:
Dafür hat die Deutsche Bank da zu viele Leos und Tornados verkauft

Wenn Du wüsstest, an wen wir - die Deutschen - noch alles Wehrtechnik verkaufen...
Sollen die nachher auch alle Big_Brother-EU-isiert werden???
Also doch 'ne Art UNO, oder was Question

Zitat:
...der anderen Seite zu überlassen

Ja, wir haben jetzt alle Angst, dass sofort oder auch nur mittelfristig die Türkei zum Fundamentalismus umschwenkt!
Mit dieser Furcht wird nun Politik gemacht a là "Wehret den Anfängen!!!"
Nein, es geht um mehr als nur die Türkei.
Auch die Ost-Erweiterung zwackt mächtig.
Und dabei ist das Argument "islamischer Fundamentalismus" längst nicht mehr so schlagkräftig!
Zitat:
er hat nur ein klein wenig den Blick für das Machbare verloren

Siehste, und das attestiere ich - und hoffentlich nicht nur ich - auch Brüssel.
Keinen Führerschein - aber Trecker fahren fahren wollen, wie? Wink
Mit Verlaub
der Geist, der stets verneint
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Barclay de Tolly
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BeitragVerfasst am: Sa, 6. August 2005 2:28 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, der Große Nordische Krieg ist ein faszinierendes Kapitel,

im WS gibt es in Tübingen ein Seminar.

Ich habe Schlachtfeld und -museum

von Poltava beim Schüleraustausch ("damals") gesehen.



E U ???

Wollt Ihr das hier jetzt echt diskutieren ?

Ich finde Napoleon viel Spannender.

Bei E U wissen wir doch noch gar nicht wie der ganze Blödsinn aus geht

und wer den Krieg gewinnt ?
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Mephisto
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BeitragVerfasst am: Sa, 6. August 2005 2:47 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
E U ???
Wollt Ihr das hier jetzt echt diskutieren ?


Wir hatten damit angefangen...
Schau' doch mal unter Politik
Thread: Europäische Union

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Mephisto

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HKDW
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BeitragVerfasst am: Sa, 6. August 2005 10:35 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

EU sollte doch lieber an einem anderen Ort diskutiert werden, leider hab ich mich ja auch zu einem Statement hinreisen lassen, seltsamerweise ist meine Meinung sehr konform zu Mephisto - was ja sonst eher nicht der Fall ist Rolling Eyes
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lkw
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BeitragVerfasst am: So, 7. August 2005 23:37 Beitrag speichern    Titel: trotzdem... Antworten mit Zitat

Hallo,

da ich der Beginer dieses Threads bin,

folgende kurze Entwicklung:

Grössenwahn? N1 (wollte Euch Altgediente als Neuer auch ein wenig provozieren, abklopfen halt, so wie es Mephi intensiv gemacht hat), Mafiastrukturen in der Politik N1, Europa allgemein, die Schwedenfeldzüge, Kontinentalsperre und british Empire, der Kolonialismus, dann mein aktueller Ausrutscher mit dem Islam, aber dann wieder die Türkei, kultureller Bestandteil?

finde ich persönlich eine sehr interessante Entwicklung und absolut lesenswert, Danke dafür und die Threadreinheit einzuhalten ist sorry nicht immer ganz leicht.....aber ok! Cool
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Laquay André
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BeitragVerfasst am: Di, 28. Februar 2006 12:11 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Der Vergleich mit Alexander dem Großen erscheint mir mittlerweile naheliegender als jemals zuvor. Ließen dessen Siege über Thraker, Griechen, Perser, Inder... nicht alles als möglich erscheinen? Finden sich nicht Parallelen zwischen dem Russlandfeldzug und dem Feldzug durch das gewaltig große Perserreich, besonders wenn man an den Rückmarsch (nicht Rückzug!) ab Indien durch die berühmten Wüsten denkt? Ganz gewiss kam bei Alexander eine militärische Überlegenheit in Organisation, Taktik, Disziplin und Ausrüstung gegenüber seinen Feinden, die mit dem Stand der Differenzen von um 1800 nicht zu vergleichen ist, hinzu. Alexander aber blieb ungeschlagen und trotz Probleme stets Herr der Lage und die verschwindend geringen makedonsichen Verluste gegenüber denen seiner Feinde, scheinen jegliche Vergleichbarkeit unmöglich zu machen.
Größenwahn ja oder nein? Das ist eine Frage auch des geistigen Horizontes eines Menschen! Hatte Napoleon diese Visionen, zu denen ein Alexander fähig war? Träumte er von einem alliierten Europa, wie Alexander (er hatte ja stets die tatsächliche Herrschaft über Persien zurückgewiesen), wo überall Besserungen für die Bewohner einträten oder von einem eroberten Europa und waren seine Allianzen mit Ö,Rus,Preußen,Spanien nur vorübergehende Mittel zu einem Endzweck, einem alles überspannenden Französischen Reich? Das erscheint mir die Kernfrage zu sein.
Aber ist sie zu beantworten?

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lkw
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BeitragVerfasst am: Mi, 1. März 2006 3:29 Beitrag speichern    Titel: Willkommen im Forum Antworten mit Zitat

Hallo Rekrut,

bin konform mit Dir,
Alexander der Große hatte ein unvorstellbares Reich geschaffen, und versuchte die Kulturen zu verschmelzen, was Ihm aber letztendlich auch das Genick brach, da seine Führungskräfte dies als Verrat ansahen..Er war seiner Zeit wahrlich weit voraus in seinen Visionen...unererreichbar als Feldherr und Politiker....nur N1 kommt ran..

Gruss LKW

Ob N1 visionär sich hat leiten lassen ist nicht klar....nach eingehender Diskussion hier im Forum eher nicht......wohl mehr reaktiver Realpolitker Cool
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