
-----------------------------------
Threepwood
So, 19. Februar 2006 21:31


-----------------------------------
Den französischen Ideen standen die Brüder Grimm skeptisch gegenüber. Natürlich auch den in Europa herrschenden Napoleon, denn ihr politischer Ansatz sah deutlich anders aus. Grenzen  hätten sie auch gezogen, aber nicht an geographischen, sondern an linguistischen Grenzen. In letzter Konsequenz bedeutete dies die Eingliederung von deutschsprachigen Gebieten (z.B. Elsaß), aber auch einen souveränen Staat Polen.

Am Wiener Kongresses nahm Jacob Grimm als kurhessischer Legationssekretär teil und versuchte die eigenen Vorstellungen einzubringen. Nach dem Wiener Kongreß war Deutschland immer noch geteilt. Ihre Märchensammlung waren ihr Beitrag um die sprachliche Einheit Deutschlands voranzutreiben.

Die Informationen sind naütlich nur vage, denn die Grimm-Doku lief schon vor ein paar Monaten und ich erinnere mich nicht mehr genau. Aber ich würde mich bei der Recherche nach der Antwort nicht auf ihr Hauptwerk, also die Märchensammlung, sondern auf ihr politisches Wirken konzentrieren. Bei Grimm denkt man oft nur an die Märchen und vielleicht ist es eine Fangfrage. Ob der Wolf in der einen oder anderen Geschichte für Napoleon steht glaube ich nämlich nicht...
