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Georgina
Di, 19. Juli 2005 15:52


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Also die "Seeblockade" war doch wohl eher eine Landblockade :wink: 
Aber die Kontinentalsperre ist  an und für sich ein hochinteressantes Thema. Vor allem wenn man bedenkt, dass eine ursprünglich protektionistisch-merkantilistische Maßnahme spätestens seit der Beschießung Kopenhagens durch die Engländer der Grund für so ziemlich alle folgenden Annexionen und Feldzüge von Seiten Napoleons war - und nicht in erster Linie Ruhmsucht und ähnlicher romantischer Blödsinn, das hatte handfeste rationale  Gründe u.a. den, dass nach Trafalgar kein anderer Weg mehr offenstand um England in die Knie zu zwingen. Die  Folgen allerdings werden sehr unterschiedlich beurteilt: in Europa gab es Gewinner und Verlierer, aber ich will jetzt bei England bleiben und da unterscheiden sich die Ansichten über die Auswirkungen schon sehr voneinander. Das geht von "Misserfolg" über "wenig Auswirkungen" bis zu "der Handel wurde empfindlich getroffen" und zur "great panic" von 1811, die schon sehr an die Wirtschaftskrise von 1929 erinnert.
Also zeitweilig hat sie  (in Grenzen) sehr wohl funktioniert die Frage ist in erster Linie wie lange England durchgehalten  hätte :?: 
                                                                                                @HK  :roll:  Du rennst da offene Türen ein. Kein Mensch hat je behauptet, dass N die Einigung des Kontinents gewaltlos und demokratisch versucht hätte (das wäre ja wohl damals auch etwas ganz Neues gewesen) aber er war halt zu seiner Zeit wohl nicht davon zu überzeugen,  dass er es dann besser hätte bleiben lassen sollen. Gewaltsame und undemokratische Mittel  sind bei der Gründung eines Imperiums nun einmal die erste Wahl.
Wenn man  England sein "Empire" nicht übelnimmt (ich tue es nicht - eher das Gegenteil) warum es mit  Napoleons (kurzem) " empire" anders halten :?:
Ihr müsst doch zugeben, dass dies  politisch nicht korrekt  wäre 8)
