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Gunter
Di, 14. Juni 2005 16:34


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Mephisto,
ich sehe Bernadotte nicht mehr so kritisch. Was hat er denn getan? Seine Ziele verfolgt, weiter nichts. Man brauch nicht anzunehmen, daß die anderen Alliierten 1813 was anderes taten. Für Rußland ging es da um die Weltmacht gegenüber GB, denn Polen war schon eingesackt, Österreich wollte seine Macht in deutschen in italienischen Raum zurück, Preußen wollte ebenfalls wieder Großmacht werden und die Süddeutschen ihre zusammengebrachten Rheinbundszuwächse behalten. Wer will denn einem schwedischen Thronfolger da vermiesen, daß er seine Armee für die Eroberung Norwegens aufspart, das als Ersatz für das durch die Russen geraubte Finnland dienen sollte? Er hatte keine Interessen in Mittel-und Westeuropa, da ging es nur um das Prestige auf dem Kongress mitzureden. 
Bernadotte hat 1809 doch garnicht so schlecht abgeschnitten, er war wohl kaum Schuld daran, daß sein Korps zu schwach war, das wußte die Armeeführung ganz genau. Die Sache von 1806 ist ihm auch nur bedingt anzulasten, da keine Seite wirklich wußte, was wirklich loswar. Die französische Aufklärung war 1806 ohnehin nicht viel wert.  
http://www.napoleonseries.org/articles/wars/bernadotte2.cfm

>Wo bitte hatte er mehr Erfolg als Napoleon, dem er alles zu verdanken hatte?<

Nun, er hat den Hals vollbekommen können im Gegensatz zu N, daher auch das unterschiedliche Ende. Ich frage mich allerdings, warum N Bernadotte hat König werden lassen, nachdem er ihn erst so runtergemacht hatte. Eigentlich logisch, wenn das zurückschlug. 

Gruß,

Gunter
