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wufi
Di, 12. September 2006 16:14


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Ich kann Laquay nur zustimmen. Seit Franz I. war der erste Punkt der Franz. Aussenpolitik, das Sprengen der Habsburgischen Umklammerung, diese Doktrin hielt bis 1756 (Obwohl mit den Frieden von 1714 die Umklammerung beseitigt war)!! Richelieu und Mazarin präzisierten diese Politik mit dem Versuch das Vorfeld gegen das Reich unter ihre Kontrolle zu bringen und mit rechtsrheinischen Stützpunkten die Habsburger ebenfalls zu bedrohen. Erst unter Louis XIV. wird zum ersten Mal die Idee der Rheingrenze offizielle Linie.
Mit der Verbrüderung der Bourbonen und der Habsburger, endet diese Politik offiziell, und beginnt erst mit der Republik wieder.
Louis XIV., wie auch das Direktorium haben gemeinsam, dass sie mit dem alten (Mittelalter bzw. Ancien régime) brechen wollten und eine neue „natürliche“, nicht von der alten Politik vorgegebene Grenze zwischen den beiden grossen Blöcken suchten.
Es bleibt erstens noch anzumerken, dass die Grafschaft Flandern tatsächlich ursprünglich zu Frankreich gehörte (843-1526), und somit die Reunionpolitik Louis XIV. nicht ganz so stark aus den Fingern gesogen war.
Zweitens wurde die Idee der Arrondierung des Staatsgebietes in Richtung Rhein und Holland nochmals von Napoleon III. aufgenommen, erfolglos wie wir wissen. 
 :wink:
