Armeen
Home
Russland
Gluchow Kürass.

Gemeiner des Russischen Kürassierregiments Gluchow 1812Das Kürassier-Regiment Gluchow wurde 1796 aus einem Karabinier-Regiment gleichen Namens formiert. Während des Vaterländischen Krieges 1812 standen die vier Feld-Eskadronen des Regimentes bei der 2. Westarmee in der 2. Kürassierdivision des General-Major I.M.Duka. Die Ersatz-Eskadron stand im Reserve-Korps des General-Leutnants F.W.Sacken. Kommandeur des Regimentes war der Oberst S.I.Tolbusin I.

Während der Kavallerie-Attacke an der Redoute von Schewardino (24.August), an der die Gluchower Kürassiere teilnahmen, wurde das 111. Französische Linien-Regiment völlig vernichtet. Es verlor 8 Geschütze, von denen 5 in die Stellungen der russischen Truppen weggeschleppt wurden. In der Schlacht von Borodino kämpfte das Regiment Gluchow im Bestand der 2.Kürassier-Division an den Bagrations-Schanzen und an der Schlucht von Semjonowskoje mit den Lateinern(?) des General Nansouty.

Während der Offensive der russischen Armee und der “Feldzüge jenseits der Grenzen” nahm das Regiment an allen großen Schlachten teil. Am 13.April wurde es mit einer Georgs-Standarte ausgezeichnet, mit der Umschrift ”Zur Auszeichnung bei der Zerschlagung und Vertreibung des Feindes aus den Grenzen Rußlands im Jahre 1812”.

Zur allgemeinen Kürassier-Uniform trug das Regiment Gluchow dunkelblaue Abzeichenfarbe und weißes Metall. Den Kürassieren aller Regimenter standen in der kalten Jahreszeit Mäntel aus ungefärbtem Tuch zu, die man unter dem Küraß trug. Der Kragen hatte die gleiche Farbe wie der Mantel, aber mit einem Vorstoß und einer Litze in Abzeichenfarbe. Die Schulterstücke auf dem Mantel waren gleichfalls in Abzeichenfarbe gehalten.

Jeder Kürassier war bewaffnet mit einem Pallasch, zwei Pistolen Modell 1809 und dem Kavallerie-Gewehr Modell 1809 ohne Bajonett (Kaliber 17,7 mm, Schußweite 250 Schritt). 16 Mann in jeder Eskadron hatten Kavallerie-Stutzen Modell 1803 (Kaliber 16,5 mm).

Quelle: Russische Postkartenserie Russkaja Armija 1812 goda. Übersetzt von Jörg Scheibe