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Chevalier-Garde

Kesselpauker der Russischen Chevaliergarde 1812Das Chevaliergarde-Regiment wurde im Jahre 1800 formiert. Im Vaterländischen Krieg standen die vier Feldeskadronen des Regimentes bei der 1. Westarmee in der 1. Kürassier-Division des General-Major N.I. Depreradowitsch, die Ersatz-Eskadron im Kürassier-Sammel-Regiment im Korps des General-Leutnant P.C. Wittgenstein. Kommandeur des Chevaliergarde-Regimentes war Oberst K.K. Löwenwoldt. Während eines der dramatischsten Momente der Schlacht von Borodino, der letzten Attacke des Feindes auf die Rajewski-Batterie, befahl M.B. Barclay de Tolly, das Chevaliergarde- und das Reitende Leib-Garde-Regiment in den Kampf zu führen. Nach Aussage eines Augenzeugen ”ward in dem Moment, da man den Befehl an den Kommandeur dieses Regimentes vorzurücken vernahm, die Luft von freudigen Schreien zerrissen ... Barclay de Tolly führte die Truppen persönlich an. Er ritt vor ihnen in seiner vollen Generals-Uniform mit Hut und schwarzem Federbusch. Herbei stürmte die gegnerische Kavallerie und schnell entspann sich der Kampf. Eine Attacke folgte auf die andere und das Schlachtfeld blieb schließlich unser.”

Für sein Vorgehen im Vaterländischen Krieg erhielt das Chevaliergarde-Regiment eine Georgs-Standarte mit der Aufschrift “Zur Auszeichnung bei der Zerschlagung und Vertreibung des Feindes aus den Grenzen Rußlands 1812”. Für die Schlacht von Fère Champenoise (13. März 1814) wurde dem Regiment eine Georgs-Trompete verliehen.

Bei der Chevaliergarde waren (bei sonst gleicher Kürassieruniform) der Kragen und Aufschläge rot mit Gardelitzen, für die niedrigen Dienstgrade aus gelber Borte, für Offiziere aus Silberfaden. Das Abzeichenmetall war weiß. Schabracken und Schabrunken rot mit schwarzem Saum, besetzt bei den unteren Dienstgraden mit gelber Borte, bei den Offizieren mit Silbertresse. Der Pauker trug, wie auch der Stabstrompeter der Garderegimenter, Unteroffiziersabzeichen und einen Helm mit roter Bürste. Das Kollet war bestickt mit rotgewürfelter Borte.

Quelle: Russische Postkartenserie Russkaja Armija 1812 goda. Übersetzt von Jörg Scheibe