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Officier von 1sten Bataillon Garde Im November 1806 wurde in Graudenz aus Kommandierten und Selbst-Ranzionierten (entlaufenen Kriegsgefangenen) der ehemaligen Potsdamer Garnison eine Kompanie Garde formiert, die im Januar 1807 auf zwei Kompanien und im Juni 1807 zu einem Bataillon von vier Kompanien vermehrt wurde. Am 14. Juli 1807 erging ein Parole-Befehl, daß dieses Bataillon hinfort nicht mehr Königliche Leib-Garde, sondern Bataillon Garde zu Fuß genannt werden sollte. Am 12. November 1808 wurde daraus das Regiment Garde zu Fuß zu zwei Grenadier-Bataillonen formiert, am 12. Juni 1809 kam als drittes Bataillon das Garde-Füsilier-Bataillon hinzu (siehe Tafeln 9 und 10). Im Unterschied zu den anderen Infanterie-Regimentern hatte das Regiment Garde zu Fuß keine zusätzlichen Grenadier-Kompanien. Als während des Waffenstillstandes am 20. Juni 1813 ein zweites Garde-Regiment zu Fuß errichtet wurde, erhielt unser hier abgebildetes Regiment die Benennung 1. Garde-Regiment zu Fuß. Die Bezeichnung 1. Bataillon Garde ist eigentlich ein Anachronismus, diese Einheit (No. 15 der Stammliste) wurde 1806 aufgelöst. Allerdings bildeten Mannschaften dieses Bataillons die 1. und 2. Kompanie des 1. Bataillons im neuen Regiment Garde zu Fuß. Vielleicht hat sich auch davon unabhängig die alte Bezeichnung im Volksmund erhalten. Der „Garde-Stern“ auf dem Tschako trägt in der Mitte einen Adler mit der Umschrift „SUUM CUIQUE“ (lateinisch für „Jedem das Seine“). Die Achselklappe mit Tressen an beiden Seiten ist die eines Kapitains zwischen dem 23. Oktober 1808 und dem 18. Juni 1812, oder die eines Lieutenants nach dem 18. Juni 1812. Ein Bericht aus dem Jahre 1810 über die Haartracht beim 1. Garde-Regiment zu Fuß (Reinhardt, S. 306) zeigt uns, wie exakt Ludwig Wolf auch hier gearbeitet hat: „Der Backenbart je größer je besser, nur muß solcher nicht unterm Kinn zusammenstoßen; Schnurrbärte ebenfalls so groß als möglich.“
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Gemeiner von 1. Bataillon Garde Im Jahre 1807 waren Büsche aus Gänsefedern angeschafft worden, am 23. Dezember 1809 außerdem noch eine zweite Garnitur aus weißen Ziegenhaaren, unten etwa ¾ Elle (also 50 cm), oben ½ (also 33 cm) Elle breit. Die „Garde-Litzen“ auf Kragen und Aufschlägen waren zunächst aus Silber gewesen, das aber für die einfachen Soldaten schon im Juli 1809, für die Unteroffiziere irgendwann im Laufe des Jahres 1813 durch weiße Litzen aus Baumwolle ersetzt wurde. Am 7. August 1807 hatte der König befohlen, daß die Mannschaften des Garde-Bataillons Stiefel anstelle der bei der Linieninfanterie üblichen Schuhe tragen sollte, diese Stiefel wurden ab dem 5. September 1807 getragen. Da auch die in dieser Serie abgebildeten Soldaten des Garde-Füsilier-Bataillons Stiefel tragen (Tafel 10), wurde vermutlich das Ende 1808 formierte 2. Bataillon ebenfalls damit versehen.
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Officier von den Garde-Jägern Das Garde-Jäger-Bataillon wurde aufgrund einer A.K.O. vom 14. November 1808 aus Mannschaften des früheren Feldjäger-Korps errichtet. Die Achselklappe ist die eines Lieutenants zwischen dem 23. Oktober 1808 und dem 18. Juni 1812.
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Garde-Jäger Die Gardelitzen der Mannschaften waren bis 1811 von Goldtresse, danach von gelber Wolle.
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Offizier der Garde du Corps Das Regiment Garde du Corps wurde im 1740 errichtet, der preußische König war sein Chef. Die erste Garnitur Helme erhielt das Regiment im Jahre 1809 als Geschenk des Kaisers Alexander von Rußland. Die Achselklappe ist die eines Premier- oder Seconde-Lieutenants zwischen dem 23. Oktober 1808 und dem 18. Juni 1812. Am 10. August 1812 wurden stattdessen Epauletten mit silbernen Halbmonden eingeführt.
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Gemeiner der Garde du Corps
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