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Alltagsleben
Gefangenschaft

Über den brutalen Umgang mit den russischen Gefangenen spricht der württembergische Soldat Jakob Walter im Rahmen seiner Erzählung über den Feldzug von 1812:

Wehrend wür bey Smolensk 2 Tage verweilten rikten die Russen vor und erwarteten uns bey Münsk. Alles eilte dan zur Flucht, Kanonnen wurden in das Wasser geworfen, die Spithäler bereits alle dem Feund über lassen, und wie es allgemein gesprochen wurde, seien die Spithäler angezünt und samt der Manschaft zerbrent worden, dieses ist um so glaubwirtiger wen man die Behandlung der Gefangenen Russen Bedenkt, dan als wir Sieger über die Russen waren kamen ganze Züge bei uns vorbey transportiert, und jeder der schwäche halber zurikblieb und die Arriergart rikwerts erreichte, wurde in das Genik geschossen, so das jedesmal das Gehirn neben ihn hinplatzte, so sahe ich alle 50 bis 100 Schritt wieder einen Erschossenen dem der Kopf noch rauchte. Dieses Verfahren geschah wegen sicher Stellen der Passasche damit sich in der Folge kein Räuber Cohr bilden köne. Die wenigste aber der Gefangenen wurden von dem HungerDot gerettet.