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Colback (Kolpak) Als Kopfbedeckung diente ein schwarzer Kolpak mit scharlachrotem Beutel. Der Kolpak maß vorne 250 mm und hinten 277 mm in der Höhe, der Durchmesser betrug 250 mm. Der Beutel war auf dem Deckel des Kolpak befestigt und konnte abgenommen werden. Wurde er entfernt, so war auf dem Oberteil des Kolpaks der schwarze Deckel zu sehen. Der Beutel war mit orangefarbenem Besatz und einer ebensolchen Quaste verziert. An der linken Seite des Kolpak saß ein kugelförmiger Pompon mit der französischen Kokarde und dem kaiserlichen Adler darin (wurde während des Waterloo-Feldzuges nicht getragen). An diesem Pompon war ein grüner Busch mit roter Spitze befestigt. Zeitweise (1808) führte Lefèbvre-Desnoëttes einen komplett scharlachroten Federstutz ein, dieser setzte sich aber nicht durch. Der Behang des Kolpaks war ebenfalls orange und bestand aus zwei Quasten, die am Pompon herunterhingen. Der Kolpak wurde mit gelbmetallenen Kinnketten auf dem Kopf gehalten. Der hier mit „orange“ bezeichnete Farbton hieß „aurore“ und war ein goldgelber Orangeton. Bei schlechtem Wetter konnte der Kolpak mit einem Wachstuchüberzug geschützt werden.
Chapeau (Zweispitz) Zu bestimmten Gelegenheiten, wie z. B. zum Ausgehanzug („Tenue de Ville“) wurde der Zweispitz getragen. Er hatte einen schwarzen Besatz aus Ziegenhaar, eine aurore Agraffe, vier ebensolche Passanten und einen grünen Stutz mit roter Spitze.
Bonnet de Police (Lagermütze) Die Lagermütze war aus dunkelgrünem Tuch mit aurore Besatz und Quaste. Der Besatz um den sog. Turban war mit einer roten Paspel versehen. Auf der Stirnseite des Turbans war ein Jagdhorn aus aurore Wolle angebracht.
Haartracht Die Chasseurs trugen ihr Haar bis zum Schluss des Kaiserreichs im Nacken zum Zopf geflochten, allerdings wurde es nicht gepudert. Das Regiment trug mit Ausnahme der Offiziere Ohrringe.
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Dolman Dolman und Kragen waren aus dunkelgrünem Tuch, die Ärmelaufschläge scharlachrot. Entlang der Ränder, des Kragens, der falschen Taschen, der Rückennähte und der Ärmelaufschläge eine Borte aus orangenem Tuch. An der Front verliefen fünf Reihen mit je 18 Knöpfen, wobei die mittlere Reihe Knöpfe größer war als die äußeren. Zwischen den Knöpfen verlief ein Schnurbesatz, ebenfalls aurore, der an den Enden in Schleifen auslief. Geschlossen wurde der Dolman mittels Knöpfen und Schleifen. Am linken Oberarm waren die aurore Dienstzeitwinkel angebracht.
Pelisse Die kurze pelzverbrämte Jacke, die Pelisse, war aus scharlachrotem Tuch mit Verzierungen entsprechend dem Dolman, mit weißem Flanell gefüttert. Auch hier wurde die Front durch fünf Reihen Knöpfe verziert, ebenfalls unterschiedlich groß. Ebenfalls sechs oder acht große Knöpfe befanden sich an der Ziernaht am Rücken. Insgesamt waren 24 große und 72 mittlere halbkugelige Knöpfe angenäht. Wie der Dolman wurde auch die Pelisse mittels Knöpfen und Schleifen geschlossen. Die Dienstzeitwinkel aus aurore Wolle wurden am linken Oberarm getragen. Zu Paraden wurde die Pelisse über die linke Schulter gehängt getragen, während im Feld entweder nur der Dolman (bei warmen Temperaturen) oder nur die Pelisse (bei kühler Witterung) angezogen getragen wurde. In jedem Fall trug man unter der Oberbekleidung stets eine Weste.
Weste Diese war aus scharlachrotem Tuch, ärmellos und existierte in zwei Formen. Die eine Version war entweder mit oder ohne Stehkragen gleicher Farbe und einer Verzierung aus einer Borte in aurore. Auf der Vorderseite befanden sich Verschnürungen und Knöpfe in wechselnder Anzahl: zunächst drei Reihen mit je 15 Knöpfen, 1807 dann 16 und im Jahre 1812 waren es schließlich 18. Diese Version hieß „Gilet tressé“. Die zweite Version entsprach der ersten, hatte aber übereinander geschlagene Rabatten und zwei Reihen mit je 15 Knöpfen („Gilet de Croisé“) . 1807 wurde der Schnitt scheinbar vereinfacht und die Weste ohne ein Übereinanderschlagen zugeknöpft. Diese Art der Weste scheint 1809 außer Gebrauch gekommen zu sein. Die Weste wurde unter dem Habit oder der Pelisse getragen.
Veste d'Ecurie (Stallweste) Zum Stalldienst gab es eine grüne Ärmelweste mit zwei Reihen à 10 Messingknöpfen. An den Ärmelmanschetten befanden sich je zwei weitere Knöpfe.
Habit Für den kleinen Dienst und manchmal auch im Felde wurde ein Rock, ein sog. „Habit“ getragen. Der Rock war von dunkelgrünem Tuch, mit ebensolchen Rabatten und Schoßumschlägen, scharlachrot paspeliert, der Kragen und die spitzen Ärmelaufschläge waren scharlachrot. Die sog. „Passanten“ waren aurore, auf den Rockschößen befanden sich aurore-farbene Jagdhörner. Am Rock waren 24 große und 6 kleine Knöpfe angenäht. Die falschen Taschen waren „à la Soubise“ geschnitten und mit scharlachroter Tresse besetzt. Zu Beginn des Kaiserreichs waren die Schoßumschläge noch richtige Umschläge im Sinne des Wortes, die mit Haken in umgeschlagener Position gehalten wurden. Ab 1808 wurden die Aufschläge schmaler und wurden am Rock festgenäht. Zunächst ließen die falschen Aufschläge am unteren Ende der Schöße ein grünes Dreieck sichtbar, um den Jahreswechsel 1810 / 1811 verschwand es aber wieder. Auf der rechten Schulter saß ein Trèfle-Epaulette aus aurore Wolle, rot unterfüttert, auf der linken ein Trèfle-Epaulette mit aurore Behang. Am linken Oberarm wurden die Dienstzeitwinkel aus aurore Wolle angebracht. Der Rock seiner Gardechasseurs wurde für Napoleon zu seinem Lieblingskleidungsstück und ist auf vielen Portraits zu sehen.
Manteau (Mantel) Das erste Modell („Trois Quart“) war aus grünem Tuch und besaß keine Ärmel, darüber ein Cape („Rotonde“), das bis zur Hüfte reichte; es war abnehmbar. Zum Eskortendienst beim Kaiser wurde, bei entsprechender Witterung, nur das Cape umgelegt, das Tragen des Mantels war verboten. Um 1812 wurden Mäntel mit Ärmeln ausgegeben, allerdings blieb auch die ältere Version in Gebrauch. Wurde der Mantel nicht getragen, wurde er zusammengerollt über dem Sattelhorn unter der Schabracke verstaut. Zum Gefecht trug man den Mantel auch oft zusammengerollt und über die rechte Schulter gelegt, um den Reiter vor Säbelhieben zu schützen.
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