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3. Linieninfanterie

Der folgende Beitrag wurde von Hans-Karl Weiß erstellt und in der “Depesche” Nr. 1 (Mannheim, o.J.) veröffentlicht.
Dazu hat Gerhard Bauer eine
Tafel (9 KB) gezeichnet.

Weiß oder Blau?

Für die Einführung der weißen Uniform existieren einige vage Vermutungen. Zunächst haben sicherlich einige Offiziere und ältere Soldaten ihren schönen weißen Uniformen der vorrevolutionären, königlichen Armee nachgetrauert und so gab es in der französischen Armee immer wieder Stimmen, die für eine Wiedereinführung des weißen Rockes plädierten. Dem gegenüber stand der neue blaue Rock, der innerhalb der Armee zum Symbol der Revolution wurde und daher selbst in den napoleonischen Heeren, die zum Großteil noch stark republikanisch eingestellt waren, sich größter Beliebtheit erfreute.

Durch die Seeblockade Englands wurde aber Indigo - der wichtigste Farbstoff der blauen Uniform - zusehends knapper und so reifte in Napoleon immer mehr der Plan, eine Uniform in seiner Lieblingsfarbe, nämlich Weiß, einzuführen.

Schon im Jahre 1805 wurden versuchsweise weiße Röcke an die dritten Bataillone des 18. Linien- und des 4. Leichten Infanterieregiments ausgegeben. Schließlich wurde am 25. April 1806 eine allgemeine Einführung der weißen Uniform befohlen. Zunächst waren nur die Linienregimenter Nr. 3, 4, 8, 12, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 21, 22, 24, 25, 27, 28, 32, 33, 34 und 36 für die neue Uniform vorgesehen, aber spätestens bis zum 1. Januar 1809 sollte die gesamte Infanterie ihre blauen Röcke gegen die Weißen eingetauscht haben.

Tatsächlich wurden nur 12 Regimenter mit den neuen Röcken ausgestattet, nämlich die Linienregimenter Nr. 3, 13, H, 15, 16, 17, 18, 21, 32, 33, 46 und 53 - also auch drei Regimenter, die ursprünglich nicht vorgesehen waren. Wahrscheinlich ließen sich aber auch Offiziere einiger anderer Regimenter auf eigene Rechnung einen weißen Rock schneidern.

Es wäre interessant zu erfahren, inwieweit die französische Linieninfanterie, jedenfalls die oben genannten Regimenter, schon für den Feldzug von 1806 mit der weißen Uniform ausgerüstet waren. Einen Hinweis hierüber habe ich bisher nur in einer Quelle gefunden, nämlich in einem Artikel von Hans M. Brauer, der den Kapitän Luk vom preußischen Füsilierbataillon Pelet bei Jena zitiert: ”Als wir plötzlich ein Bataillon mit weißen Röcken und Bärenmützen auf uns zukommen sahen, das wir für Sachsen (Grenadiere) hielten. Diese Ansicht änderte sich schnell, als das Bataillon aus einer Entfernung von 80 - 100 Schritt uns mit einer Salve begrüßte.”

Herr Brauer vermutet hier das 36. Linienregiment oder auch ein Bataillon, das aus den Elitekompanien dieses Regiments zusammengesetzt wurde. Waren es also wirklich Franzosen oder doch nur Sachsen ? Eine Aufklärung dieses Falles sowie weitere Beispiele von französischer Infanterie in weißer Uniform wären sehr willkommen. Nun aber zur Beschaffenheit der weißen Uniform.

Nach einem ausgeklügelten System sollte jedes Regiment durch unterschiedliche Abzeichenfarbe bzw. durch Variation derselben auf Kragen, Rabatten, Ärmelaufschlägen, Aufschlagpatten und Schoßumschlägen sowie durch Form der Schoßtaschen (horizontal oder vertikal) und durch die Knopffarbe (Zinn oder Messing) gekennzeichnet werden. Doch zeigen alle mir bekannten Quellen und Handschriften - man möchte fast sagen, wie üblich - Abweichungen von den Vorschriften.

Später soll Napoleon angeblich von den blutbespritzten,weißen Uniformen seiner Infanterie während und nach der Schlacht von Eylau dermaßen angewidert worden sein, daß er eine Wiedereinführung des blauen Rockes befahl. Dies dürfte aber wohl ein Teil der gar so großen Napoleonischen Legende sein, denn Rabatten und Lederzeug waren schon von je her weiß - Napoleon müßte sich daher schon längst an den ‘blutigen Anblick’ gewöhnt haben - und zudem dürfte wohl der Großteil der Soldaten bei Eylau im Mantel gekämpft haben. Das Ausmustern der weißen Röcke dürfte jedoch wie die Einführung auch nur schrittweise erfolgt sein. So zeigt z.B. das sog. Manuskript Otto für das Jahr 1808 noch weiße Infanterie, wogegen die Sammlung Carl für 1809 das 3. Regiment - oder zumindest Teile - in blauen Uniformen darstellt.

Konsequenzen für das 3. Regiment

Für das 3. Linienregiment ist die Zeit der weißen Uniform durch eine ausreichende Anzahl von Quellen belegt.

Der weiße Rock wurde wie auch der neue Tschako nur schrittweise eingeführt. So findet man am 11. November 1807 Kompanien des Regiments in blauen oder weißen Rock sowie mit Tschako oder mit dem alten Hut an. So zeigt Bucquoy in seiner Kartenserie einen ‘weißen’ Infanteristen mit Hut, wogegen im Manuskript die weiße Infanterie mit Tschako dargestellt ist. Sicherlich hat es aber auch Infanteristen des Regiments in blauer Uniform und mit beiden Kopfbedeckungen gegeben.

Dem 3. Linienregiment wurde die Abzeichenfarbe Grün mit folgender Verteilung zugeteilt:
Kragen, Rabatten, Schoßumschläge und Aufschlagpatten sind grün - weiße Ärmelaufschläge - horizontale Schoßtaschen - Messingknöpfe. Doch wie schon erwähnt zeigen die zeitgenössischen Quellen Abweichungen von dieser Vorschrift.

Meine wichtigste Quelle ist das sog. Manuskript ‘Otto’, und zwar einmal als Faksimile von Henri Achard und einmal als Interpretation Rigos auf dessen Tafel U 5. Obwohl sich beide Herren auf dasselbe Manuskript stützen, treten selbst hier Abweichungen voneinander auf, die ich in den nächsten Abschnitten gegenüberstellen werde.

Rock

Der Grenadier von Herrn Achard hat einen weißen Rock mit hellgrünen Kragen, Rabatten, Ärmelaufschlägen und französischen Aufschlagpatten. Schoßumschläge sind weiß, wie auch die Knöpfe, die aus Zinn gefertigt sind. Die Vorstöße sind weiß an Aufschlägen, Aufschlagpatten und Rabatten sowie grün an den Schoßumschlägen. Rote Epauletts.

Der Grenadier von Rigo entspricht dem Typ von Achard, nur hat auch der Kragen einen weißen Vorstoß. Bei Rigo würde ich die Abzeichenfarbe mit Grün bezeichnen.

Da die Figuren im Manuskript Otto nur von vorne dargestellt sind, kann man hier nur Vermutungen über die Verzierungen der Schoßumschläge anstellen - Rigo zeigt rote Granaten.

Für die Voltigeure zeigt Henri Achard dieselbe Uniform wie für die Grenadiere, nur mit gelben Kragen mit weißen Vorstoß. Zudem werden die Aufschlagpatten hier gerade - also nach preußischen Schnitt - mit drei Zinnknöpfen gezeigt. Grüne Epauletts mit gelben Halbmond.

Der Voltigeur von Rigo gleicht bis auf die Aufschlagpatten dem entsprechenden Typ von Achard, d.h. ebenfalls gerade, grüne Aufschlagpatten, jedoch ohne Knöpfe. Als Verzierung der Schoßumschläge zeigt Rigo grüne Jagdhörner. Dankenswerterweise stellte mir Herr Edmund Wagner, Karlsruhe, aus seiner reichhaltigen Sammlung einige Unterlagen zur Verfügung, die bis dato Unbekanntes belegen. So zeigt eine Skizze aus dem Knötel-Nachlaß zu Rastatt einen Voltigeur von 1806 nach einer anonymen Zeichnung aus Spanien. Hier wird der Typ Achards bestätigt, also gelber Kragen mit weißen Vorstoß und gerade Aufschlagpatten mit drei Zinnknöpfen. Ich werde später nochmals auf diese Quelle zurückkommen.

Mit Hilfe anderer Quellen stellt Rigo einen Füsilier dar, der im Manuskript Otto nicht repräsentiert ist. Dieser trägt die Uniform des Grenadiers, nur mit preußischen Aufschlag - also gerade Aufschlagpatten mit drei Zinnknöpfen. Die Schulterklappe ist weiß und hat einen grünen Vorstoß. Auf den äußeren Schoßumschlägen ist eine rote ‘3’, auf den Inneren ein roter Stern angebracht. Diese Verzierungen können jedoch auch von grüner Farbe sein oder auch ganz fehlen. Die Schoßtaschen sind wie bei allen Infanteristen des 3. Regiments horizontal und mit grünen Vorstoß gezeichnet. Einen weiteren Füsilier findet man in der Serie von Bucquoy - dieser hat Messingknöpfe, grüne Schoßumschläge mit den oben erwähnten, roten Verzierungen, französische Ärmelaufschläge, aber keinen Vorstoß an Kragen, Rabatten und Aufschlagpatten. Dieser Typ wurde von H. Boisselier nach einem Ordonnanzbuch, das von einem Herrn Millot kopiert wurde, gezeichnet.Tschakoblech - Französische 3. Linieninfanterie (Vorschrift)

Nach dieser Quelle zeigt uns Boisselier noch einen Grenadier in weißer Uniform mit Tschako. Dessen Rock entspricht dem Füsilierrock, nur scheint der grüne Kragen grün vorgestoßen zu sein. Natürlich ist der Grenadier zudem mit roten Epauletts gekennzeichnet.

In dieser Zeit waren bei den Röcken der französischen Infanterie unter der rechten Rabatte drei große Knöpfe mit einem Durchmesser von 23 mm angebracht. Rigo gibt hierfür den interessanten Hinweis, daß der damalige Oberst des 3. Regiments - Colonel Schobert - diese Knöpfe bei der weißen Uniform abschaffen ließ. Während in Straßburg diese Knöpfe noch am Rock getragen wurden, sind sie im Manuskript Otto, das für den Zeitraum Sommer 1806 bis 1808 Gültigkeit hat, nicht mehr zu sehen. Bucquoy zeigt sie jedoch wieder. Das Manuskript Otto gibt für das 3. Linienregiment auch Zinnknöpfe an, obwohl solche aus Messing vorgeschrieben wurden. Da Rigo sogar einen Zinnknopf in einer Detailzeichnung zeigt, wäre es interessant zu wissen, welche Quellen dieser hierzu herangezogen hat.

Haartracht

Bekannt sein dürfte ja einerseits die Vielfalt der wilden Frisuren aus der Revolutionszeit sowie der Kurzhaarschnitt ‘à la Titus (benannt nach einer dramatigurgischen Figur, die der damals sehr bekannte, französische Schauspieler Talma darstellte) aus der Napoleonischen Zeit sein. Viele Regimenter hielten jedoch auch unter Napoleon an den Haarzöpfen, wenn auch in kürzerer Form, fest. So zeigt das Manuskript Zimmermann für 1805-1807 noch viele Soldaten mit Zopf und auch in unserem 3. Regiment wurde noch sehr lange dieser getragen - zur Parade sogar gepudert. In diesem Regiment ging man sogar soweit, daß durch Befehl vom 24. Mai 1807 allen Soldaten, deren Haar zu kurz ist, angetragen wird, sich falsche Zöpfe anfertigen zu lassen.

Kopfbedeckung

Wie oben bereits schon erwähnt, wurde im Zeitraum von 1806 bis 1808 sowohl der alte Filzhut als auch der neue Tschako getragen. Der Tschako war vom Modell 1806 und wurde noch ohne Kinnriemen getragen. Besonders interessant sind beim 3. Regiment die verschiedenen Tschakobeschläge, die von den Soldaten des sehr großen Regiments an ihrer Kopfbedeckung geführt wurden. Hierzu habe ich einige Zeichnungen angefertigt, die auf den Text verteilt wurden. Der Leser mag dabei künstlerische Unzulänglichkeiten entschuldigen.Tschakoblech 3. Französische Linieninfanterie (Blondieau)

Zunächst sei hier der vorschriftsmäßige Beschlag erwähnt, ein Karo aus Messing mit aufgeprägten Adler und ebenfalls aufgeprägter Ziffer.

Im Werk von Christian Blondieau wird ein Beschlag in Form eines Schildes, wahrscheinlich aus Messing, gezeigt. Der sog. Sonnenbeschlag aus Messing wird auf einer Karte der Bucquoy-Serie, der Martinet zugrunde liegt, gezeigt.

Das Manuskript Otto gibt eine weitere Variante an, ebenfalls aus Messing. Rigo gibt an, daß dieser Beschlag nach dem Manuskript Otto so befestigt ist, daß dessen Unterrand direkt auf den Augenschirm des Tschakos stößt. Dies mißfiel aber dem Oberst Schobert derart, daß er am 22. Februar 1808 die Anbringung dieses Beschlages oberhalb des unteren Lederriemens befiehlt. Die anonyme Quelle aus dem Knötel-Nachlaß zeigt jedoch die Trageweise wie das Manuskript Otto.

Wann jedoch genau welcher Beschlag getragen wurde - und von welchem Bataillon bzw. Kompanie - ist mir nicht bekannt. Das Manuskript Otto liefert uns für die Grenadiere einen weiteren Tschakobeschlag, nämlich eine brennende Granate. Zumindest eine Grenadierkompanie behielt jedoch ihre alten, imposanten Grenadiermützen aus Fell bei. So zeigt uns die Sammlung Carl für das Jahr 1809 einen Grenadier des 3. Regiments mit Bärenfellmütze. Dabei dürfte eine Neuanschaffung dieser Kopfbedeckung sehr unwahrscheinlich sein, d.h. diese Bärenfellmütze wurde also wahrscheinlich auch schon vor 1809 getragen. Die Bärenfellmütze - sie wurde aber oft auch aus anderen Fell hergestellt - dieses Grenadiers ist schwarz und hat ein Messingschild mit aufgeprägter, brennender Granate. Die Behänge sind weiß und der Stutz ist rot.

Tschakoblech 3. Französische Linieninfanterie (Bucquoy)Obwohl sich dieser Artikel auf die Jahre 1806-1808 beschränkt, dürfte vielleicht folgender Hinweis für die Leser interessant sein. Im Blücher-Museum zu Kaub ist ein Grenadierstschako des 3. Linienregiments ausgestellt, der einen Beschlag nach der Vorschrift von 1812 trägt. Auch hier ist die Ziffer aufgeprägt und nicht ausgestanzt.

Der Tschako ist für Grenadiere, Voltigeure und Füsiliere vom selben Modell, d.h. bei allen sind die sog. ‘Chevrons’ in Winkelform an den Seiten von schwarzer Farbe.

Die Behänge sind bei den Füsilieren weiß, bei den Grenadieren rot und bei den Voltigeuren grün. Die Skizze aus dem Knötel-Nachlaß zeigt jedoch gelbe Behänge !

Rigo gibt für den Grenadier einen roten Stutz in Tannenzapfenform und für den Voltigeur einen solchen in Grün an - die Skizze aus dem Knötel-Nachlaß zeigt jedoch auch hier einen Gelben. Achard zeigt dagegen einen zylindrischen, ja fast konischen, Stutz.

Die Kokarde ist in den üblichen Farben der Nation, also blau-rot-weiß (von innen nach außen) gehalten, aber auch hier hat es Variationen gegeben. So erwähnt Rigo, daß Oberst Schobert im Jahre 1807 darauf bestanden hat, daß außen ein weißer Ring und kein Roter sein sollte. Es müssen also im 3. Regiment Kokarden mit roten Außenring existiert haben. Eine solche, und zwar in den Farben weiß-blau-rot (von innen nach außen), ist am Tschako des Blücher-Museums angebracht. Bei Museumsstücken ist aber immer etwas Skepsis angebracht, ob solche Stücke wie Kokarden nicht nachträglich angebracht wurden. Trotzdem scheint mir die Kokarde des Tschakos in Kaub ein Original zu sein. Bucquoy zeigt für die Grenadiere einen hohen roten Stutz. Der Tschako des Blücher-Museums trägt diesen ebenfalls, jedoch in Verbindung mit weißen Behängen und Kinnriemen. Füsiliere trugen am Tschako einen Pompon in Kompaniefarbe. Bucquoy zeigt jedoch für die Füsiliere der späteren Zeit, als die blaue Uniform wieder eingeführt war, einen mittelblauen Stutz mit roter Spitze. Dies wird durch die Sammlung Carl jedoch nicht bestätigt, so daß kaum Rückschlüße auf die Zeit der weißen Uniform gestattet sind.

AusrüstungTschakoblech 3. Französische Linieninfanterie (Otto)

Weste, Hosen und Gamaschen wie in der üblichen, damaligen Infanterie.

Grenadiere, wie auch Voltigeure, waren zunächst mit dem Kurzsäbel ausgerüstet. Dabei hatten die Grenadiere rote Faustriemen und die Voltigeure Grüne mit gelben Schieber. Die Skizze aus dem Knötel-Nachlaß zeigt für die Voltigeure einen komplett grünen Faustriemen.

Die Mäntel sind bei Rigo alle hellgrau gemalt. Bucquoy bestätigt das Ordonanzbuch von 1806, das graue Mäntel mit grünen Kragenvorstoß vorschreibt. Achard zeigt nur für den Voltigeur einen hellgrauen Mantel - der Grenadier hat einen Dunkelblauen.

Das Voltigeurgewehr ist im Manuskript Otto nur das gewöhnliche, im Jahre IX der Republik leicht veränderte, Infanteriegewehr von 1777 - also vollständig mit Eisenbeschlägen. Also dürften wohl auch Voltigeure dieses Modell geführt haben, obwohl ihnen ein besonderes Gewehr, nämlich der französische Dragonerkarabiner des Jahres IX, zustand.

Der Maler des Manuskript Otto vergißt auch nicht die Räumnadel, die durch das zweite Knopfloch gesteckt wird und somit das Messingkettchen sichtbar ist. Dieses Messingkettchen wurde ebenfalls am zweiten Knopf befestigt, so daß die Räumnadel so vor dem Herabfallen gesichert wurde und zudem schnell bei der Hand sein konnte.

Es ist doch recht erstaunlich, wie viele Besonderheiten ein gewöhnliches Infanterieregiment zu bieten hat und wie lohnend es somit ist, sich mit einem Regiment intensiver zu befassen. Auf die Uniformen der Offiziere und Zimmermänner will ich in einem der nächsten Hefte eingehen.

Beschreibung der Tafel

Gerhard Bauer lieferte freundlicherweise zur Illustration dieses Artikels einen französischen Infanteristen in Paradeuniform und im Paradeschritt dieser Zeit. Der Leser kann diesen je nach Geschmack blau oder weiß kolorieren. Der hohe Stutz ist in Anlehnung einiger Abbildungen im Werk von Bucquoy gezeichnet. Dieser gibt diesen auch für das 3. Regiment an, allerdings für die Zeit, als die blaue Uniform wieder getragen wurde. Wie schon erwähnt ist dieser Stutz mittelblau und hat eine rote Spitze (ca. 1/4). Für die weiße Uniform ist er jedoch unwahrscheinlich. Gerhard und ich konnten aber von dieser zusätzlichen Farbenpracht nicht ablassen.

Quellen

  • Manuskript OTTO - Faksimile von Henri Achard.
  • RIGO - Tafel U 5.
  • Cdt. Bucquoy - Les uniformes du Premier Empire, L’ Infanterie - Paris, 1979.
  • Christian Blondieau - Aigles et shakos du Premier Empire - Paris, 1980.
  • Musee du Chäteau de Joux.
  • Blücher-Museum, Kaub.
  • Hans M. Brauer - Die ‘blaue’ und ‘weiße’ französische Infanterie von anno 1806/07 - ersch. in Zeitschrift für Heereskunde März 1930.
  • RIGO - I’habillement, l’equipement et l’armement du 14e de Ligne en 1808-1809 - ersch. in Uniformes Nr. 20.
  • Guy C. Dempsey jr. - The white uniforms of the French Army, 1806-1807 - ersch. in Military Modelling Januar 1977.
  • Anonyme Skizze aus dem Knötel-Nachlaß.
  • RIGO - Tafel Nr. 60 der Serie Consulat-Empire.
  • Sammlung CARL - Faksimile von Henri Achard.