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24.5.1813 - ... und an diesem Tage wurde uns angezeigt, daß wir wegen großen Mangels an Zugpferden nicht mehr ins Feld mitnehmen dürften, als was die Diener zu tragen imstande wären; wie die anderen Offiziere sandte auch ich beinahe sämtliche Effekten nach Stuttgart, und wir mußten nun für die Folge den festgewickelten Mantelkragen um die Schulter tragen. 26.5.1813 - ... von hier aus sandte ich, um meinem Diener die Last zu erleichtern, meine übrigen Effekten bis auf das Allernotwendigste durch die Post meinem lieben Bruder Georg nach Stuttgart. Weißzeug zu wechseln war mir in der Folge nur möglich, wenn mein Diener im nächsten Bach oder See die paar Sachen, welche er in der Jagdtasche trug, mir waschen konnte. 18.6.1813 - ... In der vergangenen Nacht hatte ich mir im Gewühl des Überfalls [gegen die Lützower Jäger; M.S.] ein frei herumspringendes Pferd nebst einem hübschen Patronentäschchen und einer zierlichen Pistole angeeignet; ersteres wurde darauf, als es Tag wurde, asl französisches Dragonerpferd erkannt und zurückerstattet, die zwei andern Gegenstände leisteten mir aber in der Folge sehr gute Dienste. 11.7.1813 - ... Das hübsche Patronentäschchen, welches ich im Gewirre bei Kitzen erbeutete, mußte umgeändert werden, da dasselbe als Schild einen preußischen Adler hatte; mein Hausherr [bei welchem Martens einquartiert wurde, M.S.] sah auch solche Trophäen nicht gerne an mir und versah mit einem hübschen Stern und war selbst so gefällig, mir im Verfertigen von Patronen für mein Pistol behilflich zu sein. 4.9.1813 - ... Wie wenig man unter den jetzigen Verhältnissen auf den ordonnanzmäßigen Anzug sah, will ich hier nur bemerken, daß ich z.B. zu besagter Musterung dieses Morgens [geplant vor Marschall Ney; M.S.] mit einem kleinen Patenttschako auf dem Kopfe, gerollten Mantelkragen um die Schulter, einer niedlichen Kartusche auf dem Rücken und einer Pistole an der Seite in Reih und Glied mich befand. 10.9.1813 - ... Von einem ordonnanzmäßigen Anzuge war bei uns schon lange keine Rede mehr, die Soldaten kamen nie aus den Mänteln, denn ihre Montur war völlig abgetragen, und die Offiziere besaßen nichts mehr, als was sie auf dem Leibe trugen; man war ja ohne Gepäck ausmarschiert. 22.9.1813 - ... Sehr ungewohnt und erfreulich war für uns in Düben der Anblick von offenen Läden; in einem derselben kaufte ich mir Tuch zu Beinkleidern, was höchst notwendig war. 4.10.1813 - ... Die meist nasse Witterung trug viel dazu bei, daß unsere Kleidung immer unansehnlicher wurde; man hatte bei jedem Ruhetage viel zu nähen und zu flicken.
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