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Im Biwak bei Maliathui, den 5. Juli 1812. Bis Maliathui war das dritte Corps in angestrengten Märschen vorgerückt. Hier endlich ward uns kurze Rast vergönnt, um der Zurückgebliebnen grosse Zahl allmählich an das Corps heranzuziehen. Vor vierzehn Tagen war der Feldzug erst eröffnet worden, und schon stieg die Not so hoch, dass man vier Thaler für ein Brot entrichten musste; und so kam es denn, dass der Soldat aus allem Nutzen zog, um Geld für seines Lebens Unterhalt sich zu erwerben. Selbst die Haut des Schlachtviehs ward von der Juden Habgier eingehandelt, die, stets bereit, Gewinn aus dem zu ziehn, was ändern keinen Wert zu haben schien, dem Heere nicht geringen Nutzen schafften. (Quelle: Kaussler)
Im Lager von Maliathui Nachdem nun Abends etwas Kühfleisch gefaßt wurde brachten wir auch mit mühe ein Feuer auf so das dass Fleisch und die Brihe den Magen erwärmten, und dan gieng der Zug weiters nach dem Stadtchen Maliaduy, hier wurde 2 Tage halt gemacht und die Kranke in das Spital ausgenommen. In diesem Bivag erhielten wir etwas Fleisch, allein die mehresten konen das Lehre Fleisch nicht mehr vertauen und die Arre [Diarrhoe] ergrif viele, und mussten liegen bleiben. In diesem Lager machte ich mir die Gelegenheit zu nuzen und waschte mein Hemdt und Hosen es war gerade schön Wetter, um Wasser zum Drünken u: Kochen zu erhalten wurden in die Sümpfe 3' tiefe Gruben gegraben in welchen das Wasser zusamenlief jedoch ganz warm, Braunroth, und Millionen kleinen rothen Würmchen, so dass das Wasser in Leinwand gebunden und mit dem Mund durchgesaugt werden musste, dies war freilich der Natur und unserer Lebenart ein Hartes muss. (Quelle: Jakob Walter)
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